Spreitenbach

Hoch Ybrig auch im Sommer reizvoll

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Die August-Monatswanderung führte in den Hoch Ybrig im Kanton Schwyz. Wo sich in dieser Gegend im Winter Touristen zu Tausenden auf den Pisten ver-gnügen, geht es im Sommer ruhiger zu und her. Warteschlangen vor den Berg- bahnen gibt es zu dieser Jahreszeit keine. 31 Spreitenbacher WandererInnen ent-entschlossen sich zur Teilnahme. 12.3 km waren zurückzulegen, 223 Höhenmeter ging es nach oben und 934 Meter abwärts. Weil die Wettervorhersage für den ursprünglich geplanten Termin heftige Gewitter voraussagte, war die Wanderung um eine Woche verschoben worden. Im zweiten Anlauf hat es dann geklappt. Mit Gondel- und Sesselbahn ging es zum Ausgangspunkt Sternen auf 1803 Meter, wo man einen wunderbaren Blick auf das 1200 Meter tieferliegende Muotathal hat. Der Spirstock ist bekannt für seine Panoramasicht auf die Bergwelt der Inner- schweiz und den Vierwaldstättersee. Die Wanderroute entlang dem Schwyzer Panoramaweg führte via Sternenegg, Ibergeregg zur Alpwirtschaft Zwäcken. Der Wirt fand für seinen Alpkäse unter den Wanderern zahlreiche Abnehmer. Nicht alle gehörten allerdings zu den Käufern; einige befürchteten an diesem warmen Sommertag könnte sich der Geruch von Käse auf der Rückreise im Zug  unange-   nehm bemerkbar machen. Der Weg führte an der 1730 geweihten Wendelin-Kapelle am Fusse des Spirstocks vorbei, wo das wohlverdiente Picknick einge- nommen wurde. Wendelin ist Bauernheiliger und soll Vieh und Alpen schützen. Die Kapelle besteht vollständig aus Holz und ist rundum geschindelt. So lange das Vieh auf den Alpen ist, wird hier ab Anfang Juli an Sonn- und Feiertagen Gottes-  dienst gefeiert. Die Spreitenbacher kamen an diesem Ort zu einem exklusiven   Vortrag. An der Tür zur Kapelle war nämlich der Text des Alpsegens angeschlagen und Ruedi Kalt liess es sich nehmen, ihn vorzutragen. Auf einen ganz besonderen Anlass wurde an der Talstation Brunni hingewiesen. Da in der Schweiz keine Misswahlen mehr durchgeführt werden, haben dieSchwyzer dafür offenbar Ersatz geschaffen. Es wird nämlich auf die Wahl der Miss Kuh und der Miss Rind im September auf der Alp aufmerksam gemacht. Wer diese Missen bestaunen will, findet die Bilder im Internet.   (OHO)

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