Möriken-Wildegg

Heut geh ich ins Maxim...Lehárs Operette „Die lustige Wittwe“ in Möriken

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Plakat zur Oper „Die lustige Wittwe“

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Plakat zur Oper „Die lustige Wittwe“

Am 19.10.19 erblühte der Gemeindesaal Möriken zu den Klängen von Franz Lehárs Operette "die lustige Witwe". Die Premiere war ein voller Erfolg! Schon unmittelbar nach dem Öffnen des Vorhangs wurde man mitten ins Geschehen gezogen. Aus der Retrospektive erzählte der alternde Kammerdiener des Hauses Zeta die Geschichte jenes schicksalshaften Abends des 22. Dezembers, an dem nicht nur die Geschicke des fiktiven Staates Pontevedrino geschmiedet wurden, sondern auch verbotene Lieben ihre Chance bekamen. In der Rolle des Danilo überzeugte Raimund Wiederkehr durch seine erprobte Stimme und die Darstellung des weltgewandten Playboys, der seine politische Karriere im Parlament genauso wie in den Salons der haute volée verfolgte. Als seine Jugendliebe, Hanna Glawari, gespielt von Andrea Hofstetter, welche durch das prächtige, rote Kostüm und ihre Klangsicherheit beeindruckte, plötzlich am Hofe der Zeta erscheint, entflammt die Liebe erneut in Danilos Brust. Das milliardenschwere Bankkonto der Glawari hat dabei natürlich die pikante Rolle des Eros übernommen. Doch wirklich turbulent wird die Situation erst, als klar wurde, dass Staatspräsident Zeta, gespielt von Niklaus Rüegg, dem man die Rolle des geldgierigen und verschwendungssüchtigen Politikers sofort glaubt, seine Ehefrau, Valencienne, verdächtigt ein Verhältnis mit dem Staatssekretär, Camille de Rossillon, eingegangen zu sein. Flurina Ruoss ist in der Rolle der Valencienne eines der klaren Glanzlichter des Abends. Ihre Stimmgewalt und ihre Bühnenpräsenz bezauberten das Publikum.

Simon Burkhalter, dem Regisseur, ist es meisterhaft gelungen die unsterblichen Melodien Lehárs nach Möriken zu zaubern. Dank wunderschöner, historisierender Kostüme, einem durchdachten Bühnenbild und der schauspielerischen Leistung aller SängerInnen, konnte man sich zuweil tatsächlich im Maxim wähnen. Mit viel Witz, musikalischen Präziosen und einer schalkhaften Sinnlichkeit, ist diese Inszenierung von Lehárs Operette "die lustige Witwe" eine äusserst gelungene und erfrischende Produktion. Bravo!

Noah Vetsch

Kulturschaffender

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