Rheinfelden

Herbstkonzert des Orchesters beider Rheinfelden

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Diesmal konnte man das Herbstkonzert in der reformierten Kirche geniessen.
Mit Jean Philippe Rameaus „Les Indes galantes“ erhielt der Abend einen grossartigen Auftakt. Die vier Aufzüge, des als Ballettoper erdachten Stückes sollten den Zuschauer an exotische Schauplätze führen, an denen jeweils eine Liebesgeschichte getanzt wurde.
Dieses im 17. Jahrhundert als prunkvolles Bühnenwerk für reich ausgestatte Tänze und fantasievolle Kulissen komponierte Stück führte die Zuhörerinnen in eine Zeit zurück, wo mit klar ausgezirkelten Tanzschritten abgemessenen Pirouetten , Sprüngen und artigen Drehungen der Raum durchtanz wurde.
Bachs E-Dur Konzert wurde von der Konzertmeisterin Monika Kordowich Schwungvoll und prächtig gespielt. Sie feierte damit ihr 25. Jähriges Jubiläum. Mit grossem Elan und eng verwoben mit dem Orchester, hin und her wogend, immer wieder in den Vordergrund tretend und mit dem Orchester verschmelzend meisterte sie ihren Part souverän. An manchen Stellen verpasste es der Dirigent leider, das Orchester an den Solostellen genügend zurückzunehmen, um der Geige den so wichtigen vollen Entfaltungsraum zu geben.
Nach den beiden an sich schon wichtigen Werken, wurde die Sinfonie in Es-Dur vom unbekannten Zeitgenossen und Schüler Mozarts Anton Franz Joseph Eberl präsentiert. Das Orchester voller Bläserbesetzung entfaltete in diesem anspruchsvollen Werk eine reiche Dynamik und temperamentvolles Spiel. Die Bläser spielten ihre Solis sehr schön und trugen zum vollen Klang wesentlich bei. Besonders beeindruckte mich Moses Kobelts wunderbar sensibles, federndes Paukenspiel. Die Pauken schienen gleichsam aus dem Gesamtklang herauszuwachsen und wieder abzufluten.! Insgesamt war dieses Konzert unter der souveränen Leitung von Lukas Merkelbach. eine grosse Leistung .

Dorothea Ernst

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