Der Hendschiker Singkreis präsentierte in seinem Frühsommerkonzert ein farbiges und abwechslungsreiches Programm von Lenz- und Liebesliedern. Mit von der Partie waren zudem vier Gesangssolisten und zwei Pianisten.

Der Sommer ist die Zeit der Liebe und Romantik. Dieser thematische Akzent stand auch im Zentrum des Frühsommerkonzerts des Hendschikener Singkreis, das sowohl in der reformierten Kirche in Baden als auch in der katholischen Kirche St. Sebastian in Wettern aufgeführt wurde.

Zur Eröffnung wurden Brahms Liebesliederwalzer gesungen, welche den verschiedenen Facetten der Liebe nachspüren und in romantisch verklärten Bildern und mit meisterhaft abwechslungsreichen Walzerstücken vertont sind. Der Chor und die Gesangssolisten Corinne Achermann (Sopran), Annika Langenbach (Alt), Maximilian Vogler (Tenor) und Serafin Heusser (Bass) sangen in diesem ersten Teil abwechslungsweise allein oder in gegenseitiger Unterstützung, begleitet von zwei Pianisten (Corina Gieré und Philipp Mestrinel).

Im mittleren Teil des Konzerts wurden zwei kürzere Stücke aus dem Norden aufgeführt. Das Lied Vårnatt besingt die spriessende Natur im Frühling und schlägt den Bogen zum Lebensfaden des Menschen. Mit der Verknüpfung der leichten, transzendenten Klavierbegleitung und des facettenreichen Chorsatzes gelang dem Komponisten Stenhammar ein kleines Meisterwerk nordischer Chorliteratur. In „I Himmelen“ (Edvard Grieg) besang anschliessend der Solist, begleitet vom Chor, die Sehnsucht nach dem Himmelreich.

Zum Abschluss des Konzerts wurden die Lenz- und Liebeslieder des Schweizer Komponisten Hans Huber gesungen, welche trotz der lokalen Verankerung des Komponisten leider nur selten zur Aufführung gelangen.

Dem Hendschikener Singkreis unter der Leitung von Jonas Gassmann ist es mit diesem Konzert gelungen, ein anspruchsvolles und ansprechendes Programm in hoher Qualität zur Aufführung zu bringen, das vermutlich nicht nur Romantiker zum Schwelgen und Träumen in romantischen Klängen und schwärmerischen Liebeleien verführen konnte.