Im Rahmen der Projektwochen sind am letzten Sonntag 41 SchülerInnen der Schulen Möriken-Wildegg auf die Bettmeralp ins Skilager gereist. Von vielen freiwilligen Ski- oder SnowboardleiterInnen werden sie auf der Piste betreut. Die Küchencrew versucht, die von den Kindern im Dorf erstandene Gummibärchen-, Gummischlangen-, Popcorn-, Chips- und Redbull-Nahrung zu neutralisieren.

 Am letzten Sonntagmorgen bot sich beim Schulhaus Möriken ein eher ungewohnter Anblick: Mitten im Fahrverbot stand ein grosser Doppelstöckercar und auf dem Schulhausplatz herrschte reges Treiben. Eltern kamen mit ihren Kindern, schleppten schwere Koffer, Skis, Snowboards und andere, teilweise nicht sehr fachmännisch geschnürte Gepäckstücke mit. Bald nahmen die 41 SchülerInnen im Bus Platz und fort ging's, auf direktem Weg ins Wallis. Den grauen Hochnebel liessen wir bald einmal hinter uns, ein strahlend blauer, absolut wolkenloser Himmel tat sich auf.

In Betten wurde das Gepäck verladen und auf der Alp per Raupenfahrzeug ins Haus gebracht. Die SchülerInnen erreichten das Berghaus nach einem Fussmarsch.

Es ging nicht lange und schon hatten es sich alle in den Zimmern gemütlich eingerichtet: Poster waren aufgehängt, in einem Knabenzimmer eine Wäscheleine montiert, Bravos unter den Betten parkiert und Gummibärchen auf dem Schrank in Sicherheit gebracht.

Bald stand das Nachtessen auf dem Tisch und die erste Abwaschequipe bewies ihr herausragendes Talent. Nach dem Essen ging's noch hinter das Haus zum Schlitteln; einige Leiter glaubten, dadurch eine ruhigere Nacht zu haben.

Am nächsten Morgen mussten nach dem Frühstück zuerst die Ämtchen erledigt werden und dann begann pünktlich um neun Uhr der Ski- und Snowboardunterricht. Während es bei den Boardern auch eine Anfängergruppe gab, waren bei den Skifahrern schon am Montag nur Vollprofis zu sehen. Nach dem sportlichen Teil kam die Vorbereitung für den kulturellen Höhepunkt: In kleinen Gruppen wurden Beiträge für die grosse Mittwochshow einstudiert.

Am Dienstag fuhren auch die Boarder schon jedem Profi um die Ohren. Für den Abend hatten Roja und Katja ein Toto-X vorbereitet.

Den Mittwochnachmittag verbrachten wir traditionsgemäss nicht auf der Piste. Die versprochene Wanderung nach Brig wurde im Café auf der Riederalp vorzeitig abgebrochen. Zum Glück waren die SchülerInnen aber nicht allzu sehr enttäuscht. Am Abend dann fand die erste Ausscheidung für die Supertalentshow statt. DJ Bobo wäre erblasst vor Neid, hätte er unsere hochkarätige Jury gesehen. Die Kandidaten gaben alles: Da wurde eine Schlafsack-Performance gezeigt, gefolgt von hoch stehenden Akrobatik-, Gesangs- und Musikeinlagen. Die Jury war nicht zu beneiden, denn eigentlich hätten alle Gruppen das Zeug für das Finale vom Donnerstag gehabt.

Am Donnerstagmorgen dann geschah Unerhörtes: Die erste kleine Wolke wurde am sonst weiterhin strahlend blauen Himmel gesichtet. Die Schüler liessen sich von dieser Schlechtwetterfront allerdings nicht aus dem Konzept bringen, unerschrocken schnallten sie Schuhe und Bretter an die Füsse und nutzten den Schnee, der mit jedem Tag weiter schwindet. - Die SchülerInnen, die nächste Woche auf die Bettmi gehen, müssten vielleicht die Wanderschuhe mitnehmen...

Die beiden Lagerleiterinnen möchten sich an dieser Stelle bei allen Leitern ganz herzlich für ihren Einsatz bedanken. Sie alle opfern eine Woche ihrer Ferienzeit, um unseren SchülerInnen diese Lagerwoche zu ermöglichen. Ein besonderes Dankeschön gehört unseren beiden Köchinnen, Frau Barbara Berger und Frau Susanne Götz, die bei tollstem Wetter in der Küche stehen und Kindern und Leitern immer wieder feinste Menus auf die Tische zaubern.

Die Lagerleitung

Elisabeth Abbassi und Eveline Burkhardt