Das Haus Eigenamt Lupfig geniesst oder besser genoss einen hervorragenden Ruf, besonders wenn es um die Betreuung von Demenz Patienten geht. So wurde auch uns von verschiedener Seite bei der Suche nach einem Betreuungsplatz für meine Mutter die Institution in Lupfig empfohlen. Die hochstehende Qualität der Betreuung, der durch Doris Kohler geleiteten Demenzabteilung, ist uns unmittelbar nach dem Einzug meiner Mutter im Haus Eigenamt aufgefallen.

Nun sind wir etwas erstaunt, dass 8 Mitarbeiter, zu denen auch die Leitung der Demenzabteilung gehört, per sofort freigestellt und entlassen wurden. Dies mit der Begründung, dass sie sich nicht an der Umsetzung der „beschlossenen“ Strategie beteiligen wollten.

Die Begründung gibt einem Aussenstehende zu denken, denn welche Strategie stellt man über das Wohl einer funktionierenden und weit herum angesehenen Institution. Die Aussagen der Angestellten vor dem Eklat waren bezeichnenderweise, dass sie noch nie in einem so tollen Team arbeiten durften und die Leitung es geschafft hat einen Spirit in die Organisation zu tragen der einzigartig ist. Dies zeigte sich in der Qualität der Betreuung und dem Renommee des Hauses.

Dies wurde nun alles in Frage gestellt durch einen nicht nachvollziehbar begründeten Entscheid des Vorstands. In der Kommunikation zeigt sich hier eine weitere Schwäche des Vorstands. Weder das Personal, noch die Angehörigen wurden zeitgerecht in geeigneter Form informiert . Alle Beteiligten mussten die Informationen aus der Presse entnehmen. Die Mitarbeiter werden auf diese Weise in einer Situation hängen gelassen, in der sie sich aus Angst vor weiteren Aktionen nicht mehr trauen überhaupt eine Aussage zu machen.

Was sind nun die direkten Folgen für meine Mutter?

Es ist das Herz der Organisation entfernt worden. Es fehlen im Moment, sogar für aussenstehende spürbar, Ressourcen. Es ist wichtiges Knowhow verloren gegangen.

Ist dies nun die so oft vom Vorstand referenzierte Strategie?

Wir auf jeden Fall sind verunsichert und wissen nicht, ob die Qualität unter diesen Umständen noch gewährleistet werden kann. Müssen wir uns wirklich Gedanken machen, ob wir für meine Mutter einen anderen Platz suchen müssen, wo keine den Mitarbeitern unbekannte Strategie die Qualität der Arbeit beeinträchtigt und im Sinne und Geiste eines Feudalherrschers einfach 8 tragende Mitarbeiter gekündigt und per sofort freigestellt werden?

Das vom Vorstand gewählte Vorgehen ist auf jeden Fall unverantwortlich und man darf gespannt sein, wie der Vorstand sich an der nächsten Mitgliederversammlung des Vereins positioniert und ob er von den Mitgliedern einfach entlastet werden wird.