Obergösgen

Hauptübung Feuerwehr Obergösgen

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Eine Angriffsübung beim Schulhaus Hardmatt war der Höhepunkte der Hauptübung der Feuerwehr Obergösgen vom letzten Samstag.

Wiederum erschienen viele interessierte Zuschauer an der diesjährigen Hauptübung der Feuerwehr Obergösgen. Vize-Kommandant Martin Kissling begrüsste seine Mannschaft, die anwesenden Gäste, Vertreter der Behörden und alle Besucher.

«Brand im Schulhaus Hardmatt». Dies war die Alarmmeldung, welche die Feuerwehr Obergösgen kurz nach 15.00 Uhr bekam. Sofort rückte das Kleintanklöschfahrzeug zum Einsatzort aus. Die ersten Feuerwehrleute rüsteten sich mit Atemschutz aus. Weitere Einsatzkräfte erstellten die Löschwasserversorgung zum Eingang des Schulhauses. Nach und nach rückte die ganze Feuerwehr Obergösgen zum Brandplatz aus. Die Verkehrsabteilung sperrte die Hardmattstrasse, um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten. Im Schulzimmer suchten die Atemschutztruppen gezielt den Raum nach verletzten Personen ab. Die Zuschauer konnten das Ganze von aussen beobachten. Martin Kissling erklärte die einzelnen Schritte der Personenrettungen und der Brandbekämpfung. Plötzlich kam der Funkspruch, dass eine Feuerwehrmann Probleme hat und zusammengebrochen ist. Sofort wurde ein Rettungstrupp in das Gebäude geschickt, um den Kollegen zu retten. Nach gut 20 Minuten nach Alarmeingang konnte der Brand gelöscht und alle Personen gerettet werden.

Auf dem zweiten Posten wurde durch Philipp Graber und Markus Baltermi vom Regionalen Führungsstab Niederamt der Sinn und Zweck der neu eingerichteten Notfalltreffpunkte erklärt. Die Kantone Aargau und Solothurn führen seit diesem Jahr in jeder Gemeinde Notfalltreffpunkte ein. Dabei handelt es sich um spezifisch gekennzeichnete Gebäude, die im Falle einer Katastrophe oder Notlage als Anlaufstelle für die Bevölkerung und als Besammlungsort für Evakuierungen dienen. Die Notfalltreffpunkte werden im Ereignisfall vom Zivilschutz betrieben. Jede Gemeinde in den beiden Kantonen hat einen oder mehrere Notfalltreffpunkte. In der Gemeinde Obergösgen ist der Notfalltreffpunkt bei der Mehrzweckhalle eingerichtet. Die Notfalltreffpunkte sind Teil eines umfassenden Evakuierungskonzepts, das Bevölkerungsschutz-Fachpersonen beider Kantone in den Jahren 2017 und 2018 gemeinsam und unter Beizug von Experten der Privatwirtschaft, öffentlicher Betriebe wie den SBB oder Postauto AG, der Bundesverwaltung und der Armee erarbeitet haben.

Im Anschluss an die Hauptübung konnten die Gäste bei einem Apèro im Magazin die Hauptübung ausklingen lassen.

Rückblick

Im zweiten Teil der Hauptübung blickte der Vize-Kommandant Martin Kissling auf das letzte Jahr zurück. Die Feuerwehr Obergösgen rückte seit der letzten Hauptübung zu 20 Einsätzen aus, welche total 414 Einsatzstunden ergaben. Die hälfte der Einsätze wurde durch die Herznotgruppe bewältigt. Im vergangenen Jahr standen neben dem Ferien(s)pass und der Feuerwehrreise auch der Tag der Offenen Tore im Mittelpunkt. Zum 150-jährigen Jubiläum des Schweizerischen Feuerwehrverbandes machten rund 650 Feuerwehren in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein mit. Die Feuerwehr Obergösgen öffnete am Freitagabend, 30. August 2019 die Tore. Die zahlreich erschienene Bevölkerung konnte sich verpflegen, und für die Kinder wurden Spiele und eine Hüpfburg angeboten.

Beförderungen und Ehrungen

In diesem Jahr durften Anita Drabiec, Matthias Pfister, Alexander Fundinger und Ramaj Shkelzen zu Gefreiten befördert werden. Bereits 20 Jahre aktiven Feuerwehrdienst leistet David Meier. Noch länger dabei ist Anita Hofstetter mit 25 Jahren in der Feuerwehr Obergösgen. Anita wurde im Frühling durch den Verband geehrt. Herzliche Gratulation den Jubilaren und den beförderten Feuerwehrangehörigen.

Verabschiedungen

Die Feuerwehr Obergösgen muss sich leider von drei engagierten Männern verabschieden. Roland Biedermann, Jörg Scheidegger und René Strub treten altershalber aus der Feuerwehr Obergösgen aus. Für uns war Roland Biedermann ein Glücksfall. Als Landwirt war er fast immer und schnell verfügbar. Die Feuerwehr Obergösgen bedankt sich bei allen für ihre geleisteten Dienste zum Wohl der Bevölkerung.

Andreas Baumann, Gemeinderat und Ressortchef öffentliche Sicherheit, und unser Gemeindepräsident Peter Frei bedankten sich am Schluss noch für die grosse Bereitschaft und den Einsatz für die Öffentlichkeit.

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