Unter dem Motto „I löve Steiböck“ verbrachten rund 35 Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren mit ihren 25 Leiterinnen und Leitern das Sommerlager (Sola) 2014 der Jungwacht und Blauring Frick in S-Chanf GR.

Am 8. Juli war es endlich so weit. Schon früh am Morgen standen die Teilnehmer am Bahnhof in Frick bereit. Bereit für die Abreise ins Sommerlager 2014, den für die JuBla Frick grössten und wichtigsten Anlass im Jahr, welcher wie jedes Jahr von „Jugend & Sport“ unterstützt und bewilligt wurde.

Die Kinder und Leiter reisten nicht alleine. Edith, das Grosi einer Leiterin folgte der motivierten Lagergruppe ins Bündnerland, da diese auf die ältere Dame aufpassen sollte. Doch die Reise stellte sich als schwieriger heraus als zuerst angenommen. Schon in Zürich war die Grossmutter beim Umsteigen spurlos verschwunden. In der Hoffnung, das Grosi sei bereits vorausgereist, begab sich die abenteuerliche Gruppe auf den Weg nach Graubünden.
Kaum auf dem Platz angekommen, galt es als erstes. das neue Zuhause aufzubauen. Holz, Hammer und Muskelkraft - mehr brauchten die motivierten Teilnehmer und Leiter nicht, um ganz ohne Bauanleitung Dusche, Küche und WCs auf dem leeren Lagerplatz zu errichten. Die Schlafzelte durften natürlich auch nicht fehlen.
A propos fehlen: Von der Grossmutter hatte noch immer niemand eine Spur gesehen.
Als sei dies alles noch nicht aufregend genug, erschien abends ein Kamerateam von TV Grischa, welches einen Film über die JuBla Frick drehen wollte und von da an die Schar auf Schritt und Tritt begleitete.
Nach wenigen Tagen machte sich jedoch langsam Unruhe breit und die Sorgen um die Grossmutter wuchsen stetig.
Man versuchte alles, um die verlorene Dame wieder zurückzuholen. Nach einer zweitägigen Verfolgung kehrten die Suchenden enttäuscht zurück; die mühevoll gebauten Oma-Fallen zeigen keine Wirkung und nicht einmal die täglich angestimmte Lobeshymne ermunterte das Grosi zur Rückkehr.
Doch als alles verloren schien tauchte plötzlich eine Tierschützerin auf, welche sich über die Grossmutter beschwerte, weil diese die Steinböcke mit Katzenfutter fütterte.
Trotz der beruhigenden Nachricht, dass das Grosi in der Nähe war, konnte die JuBla Frick nichts mehr unternehmen, um sie zurückzuholen.
Die gut gemeinte Tat der Grossmutter erfreute nicht alle Gemüter. Ein Attentat von drei Maskierten wurde auf die JuBla verübt und in einem zurückgelassenen Brief wurde mitgeteilt, dass das Grosi in Gewahrsam genommen und in Zürich am Bahnhof wieder zurückgegeben würde.
Unversehrt,aber erschöpft kehrten am Freitag alle wieder nach Frick zurück, wo sie von den wartenden Familien in Empfang genommen wurden.

Mit dem Sola ging das vergangene Jahr offiziell zu Ende, und somit besteht nun die Chance für Neueinsteiger, sich der JuBla Frick anzuschliessen. Am 13. September findet ein Schnupperanlass statt, zu dem jede Schülerin und jeder Schüler herzlich eingeladen ist. Vor allem für die Schüler der 4. Primar ist es eine gute Möglichkeit, sich das JuBla-Leben einmal anzuschauen, denn sie werden in Zukunft die jüngsten Gruppen in der JuBla Frick bilden.

Weitere Informationen zum Schnupperanlass oder Allgemeinem findest du auf: www.jublafrick.ch

Manuel Knecht