Obersiggenthal (Nussbaumen)

Hallen- und Gartenbad Obersiggenthal

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Die leidige Geschichte beim Hallen- und Gartenbad geht in die nächste Runde. 1971 wurde das Bad eröffnet, bei Investitionskosten von CHF 4,6 Mio. Danach mussten in regelmässigen Abständen grosse Beträge für die Behebung von Baumängeln und Sanierungsarbeiten aufgewendet werden, insgesamt CHF 13 Mio. Dies vor allem auch wegen dem ungeeigneten, feuchten Standort, einer Ausgangslage, die bei der Realisierung bereits bekannt war. Diesmal beantragt der Gemeinde- und Einwohnerrat für den Erhalt des Bades einen Baukredit von CHF 9.2 Mio. Bemerkenswert sind auch die jährlichen Investitionsfolgekosten, d.h. Abschreibungen, Zinsanteil und Defizitbeiträge von insgesamt CHF 0.5 bis 1,0 Mio. über die nächsten Jahre. Trotz eingeplanter Steuerfusserhöhung von 105 auf 110 Prozent entspricht das Budget 2021 einem Minus von CHF 1.3 Mio. Die Covid19-Pandemie wird diese Situation über die nächsten Jahre zusätzlich negativ beeinflussen. Der Gemeinderat hat der Bevölkerung klar aufzuzeigen, dass falls diese Investitionen (inkl. Neubau Schule) bewilligt werden, damit auch eine weitere Steuerfusserhöhung unumgänglich sein wird. Dies vor allem auch, damit eine massiv höhere Verschuldung der Gemeinde verhindert werden kann. Ob alternative Finanzierungsmodelle wie von der FDP-Ortspartei gefordert, in der Region auf Gehör stossen wird, wage ich zu bezweifeln. Ob mit dem Erhalt des Bades die dringend gesuchten guten Steuerzahler angelockt werden, glaube ich nicht; einzelne von ihnen haben die Gemeinde in den letzten Jahren bereits verlassen. Dass ein tiefer Steuerfuss allein keine Zuzüger anlockt mag sein, würde aber den heutigen und zukünftigen Steuerzahlern das Leben erleichtern. Ich kann diesem Kredit nicht zustimmen.

Jörg Wiedemeier, Nussbaumen

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