Der Präsident des Spitex-Vereins Döttingen-Klingnau-Koblenz, Beat Erzer,  konnte rund 50 Mitglieder und Gäste zur Generalversammlung in Koblenz begrüssen. Im Speziellen begrüsste er die Vertreter der benachbarten Spitex-Vereine Kirchspiel, Würenlingen und Zurzach sowie die Behördenvertreter aus Döttingen, Klingnau und Koblenz. Zur Einstimmung gab  das Duo „s’Foifer & Weggli –Trionettli“ eine Kostprobe ihres musikalischen und kabarettistischen Könnens.

Die Anwesenden ehrten die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder mit einer Schweigeminute. Das Protokoll der 13. Generalversammlung vom 3. Mai 2011 wurde einstimmig genehmigt, und auch ein Stimmenzähler ohne Gegenstimme gewählt. Diverse Mitglieder hatten sich für die GV entschuldigt.

Dank gutem Spitex-Team Ziele erreicht

In seinem Jahresrückblick erwähnte Präsident Beat Erzer die wachsenden Kosten im Gesundheitswesen, die nach neuen Lösungen verlangten. Zu diesem Zwecke wurden in den Spitälern die Fallpauschalen eingeführt, auch Managed Care soll künftig zur Kostendämmung eingesetzt werden. Vor der Spitex machte der Kostendruck ebenfalls nicht Halt. Neue Tarife wurden vom Spitexverband ausgehandelt und kommen ab 2012 zur Anwendung.  Dies alles verlangte grosse Flexibilität des Spitex-Teams. An erster Stelle stand jedoch für das Spitex-Team die individuelle, bedarfsgerechte Betreuung der Klienten. Ältere und jüngere Menschen konnten vom Fachwissen und Einfühlungsvermögen der Pflegefachleute und Hauswirtschaftsangestellten profitieren. Die finanzielle Situation war schwierig und erforderte ein grosses Augenmerk. Präsident B. Erzer dankte dem Betriebsleiter René Swinnen und seinem Team für ihren tollen Einsatz im vergangenen Jahr, der in allen Bereichen wieder zu Stabilität führte.

Betriebliche Situation

Auch Betriebsleiter René Swinnen begrüsste die Anwesenden. Im 14. Betriebsjahr war das Motto klar: Sparen! 204 Klienten wurden betreut in insgesamt 7‘499 Arbeitsstunden, wovon 4‘049 Stunden in der Krankenpflege und 3‘450 Stunden in der Hauswirtschaft geleistet wurden. 15 Mitarbeiter waren 2011 bei der Spitex im Einsatz, wobei ein Abbau von Stellenprozenten zwecks Sparens vorgenommen werden musste. Nur dank der sehr guten Zusammenarbeit aller Beteiligten war es möglich, trotzdem die erforderlichen Leistungen zu erbringen. Das Ziel, in der Psychiatrie eine Personalaufstockung vorzunehmen, konnte ebenfalls erreicht worden. Die Gemeindebeiträge wurden im Zuge der Umsetzung des neuen Pflegegesetzes erhöht, sind jedoch mit einem 42 % Einnahmen-Anteil  noch immer sehr tief. In Zusammenarbeit mit benachbarten Spitex-Vereinen wird das Projekt einer gemeinsamen Organisation des Spätdienstes (gemäss Pflegegesetz obligatorisch) intensiv vorangetrieben. Gemeinsam kann eine bessere Auslastung des Spätdienst-Personals erreicht werden.

Ausgeglichene Jahresrechnung 2011

Die Jahresrechnung wurde von Max Humbel, Ressort Finanzen, präsentiert. Trotz eines für 2011 budgetierten Riesenverlustes konnte, dank der umsichtigen Geschäftsführung des Betriebsleiters, den Mitgliedern eine ausgeglichene Rechnung  vorgelegt werden. Die Liquidität des Vereins ist gut, und Abschreibungen von Fr. 25‘000.-- konnten getätigt werden. Revisor Max Käser, wimobag, Treuhand und Revisionen, Koblenz, bestätigte der Spitex-Leitung eine korrekte, einwandfreie Buchführung und dankte Betriebsleiter R. Swinnen für seine kompetente Arbeit. Er beantragte der Versammlung die Genehmigung der Jahresrechnung 2011. Einstimmig wurde sie von der Versammlung angenommen und dem Vorstand sowie dem Betriebsleiter Decharge erteilt. Auch das Budget 2012, das ein ausgeglichenes Resultat vorsieht, wurde von der Versammlung einstimmig genehmigt.

Grosszügiger Beitrag aus dem Regionalfonds

Präsident Beat Erzer dankte der Gemeinde Döttingen für ihren Beitrag aus dem Regionalfonds. Damit kann der Spitex-Verein die elektronischen Leistungserfassungsgeräte beschaffen, welche die Spitex-Abrechnungen massiv vereinfachen werden. Der Präsident rief die Mitglieder dazu auf, Werbung für Neumitglieder zu machen. Die Mitglieder sind das Fundament des Spitex-Vereins und können zudem vom günstigeren Tarif für Hauswirtschaftsleistungen profitieren.

Präsident Beat Erzer bedankte sich bei Urs Blumenthal, Bahnhof-Apotheke, Döttingen, für die Spende des Apéro. Er dankte allen GV-Teilnehmern für ihr Kommen und seinen Vorstandskollegen  und –kolleginnen für ihre Mitarbeit zugunsten des Spitex-Vereins. Nach der GV unterhielt nochmals „s’Foifer & Weggli Trionettli“ mit ihren Schweizer Liedern und treffenden Sketches. Der Abend klang aus bei angeregten Gesprächen während des Apéro.