Wohlen (AG)

GV der Verein Aktiver Aargauer Senioren

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Der Präsident Rolf Bechter, Widen, der seinen unwiderruflichen Rücktritt in dieser Funktion auf die GV 2016 erklärte, konnte aufgrund des die ältere Generation speziell interessierenden zweiten Teils eine hohe Zahl von rund 45 Anwesenden begrüssen, unter ihnen auch Anton Schaller, eh. Chefredaktor der Tagesschau, der sein neues, erfolgreiches Senioren-Magazin vorstellte. Die statuarischen Geschäfte   warfen keine hohen Wellen und wurden von den Anwesenden einstimmig genehmigt. Christoph Steinemann informierte über den erfolgreich gestarteten „Frischen Mahlzeitendienst Mutschellen „.

Referat von Martin Bruder, Leiter Sektion Massnahmen, Strassenverkehrsamt Aargau , „Autofahren im Alter"
Der Referent verstand es sehr gut, auf die gesetzlichen Grundlagen verweisend, einen allgemeinen Überblick über die Praxis im Kanton Aargau zu verweisen, die bekanntlich in Seniorenkreisen als besonders krass empfunden wird. Themen waren u.a. vertrauensärztliche Untersuchungen ab 70. Lebensjahr, der Referent verwies detailliert an die Anforderungen und Aufgaben der Ärzte, Gründe für Führerscheinentzüge, ferner über Vorgehen bei anonymen Meldungen über angebliches oder tatsächliches Fehlverhalten auf der Strasse. Der Referent sprach zudem über Administrativ-Massnahmen nach Unfällen sowie über einen ab 2016 zu erwartenden Bundesratsentschluss, einen Führerschein mit Auflagen einzuführen, z.B. mit Nachtfahrt oder Autobahnverbot oder Rayonbeschränkung.   Interessant war auch, zu erfahren, dass Nachbarländer der Schweiz keine solche Massnahmen ab Alter 70 kennen.

Diskussionsrunde mit Maximilian Reimann, Nationalrat, sowie Thomas Burgherr, Grossrat
Diese Diskussion wurde einerseits geprägt von den beiden Parlamentariern, die sich sowohl auf eidgenössischer, als auch auf kantonaler Ebene gegen eine Diskriminierung der älteren Generation im Strassenverkehr eingesetzt haben, sowie durch eine rege Teilnahme aller Anwesenden, andererseits auch durch einen souverän wirkenden Referenten. Aus der Versammlung wurden verschiedene Fälle vorgetragen, die als ungerecht, schikanoes oder diskriminierend empfunden wurden, namentlich in Unfällen ohne Personenschaden! Auch der Referent, M.Bruder, musste zugeben, dass ein bisschen mehr Fingerspitzgefühl seitens der Polizei oder seines Amts manchmal nicht unangebracht gewesen wäre.

Die Diskussionsrunde wurde eifrig weiter benutzt, um Anliegen, Vorschläge und Ideen zu diesem brisanten Thema für die ältere Generation anzubringen.

Für den zweiten Teil war eine Stunde vorgesehen, doch nachdem bereits um eine weitere überzogen worden war, schloss der Präsident mit einem Dank an alle Anwesenden die Veranstaltung und lud zu einem Apéro ein.

Werner Wassmer

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