Erlinsbach

GV der Genossenschaft Alterswohnen Erlinsbach

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Beide Daumen nach oben Markus von Felten (Präsident) und der Vorstand der Genossenschaft Alterswohnen Erlinsbach.

Beide Daumen nach oben Markus von Felten (Präsident) und der Vorstand der Genossenschaft Alterswohnen Erlinsbach.

Die Genossenschaft Alterswohnen Erlinsbach hat am Montag die 21. Generalversammlung abgehalten und zugleich fast auf den Tag genau das 20-jährige Jubiläum gefeiert. Der Genossenschaft geht es finanziell hervorragend und auch die Stimmung unter den Mietern ist harmonisch.

Nicolas Perrin

Der Präsident der Genossenschaft Alterswohnen Erlinsbach, Markus von Felten, begrüsste am Montag gegen 40 Genossenschafter zur 21. Generalversammlung. Unter den Anwesenden befanden sich auch der Gemeindepräsident von Erlinsbach SO, Markus von Arx; der Leiter des Altersheims Mühlefeld, Heinz Bühler und die beiden Revisoren, Fritz Röthlisberger und Markus Wehrli. Von Felten freut sich über die Entwicklung, welche die Genossenschaft in den letzten 20 Jahren erlebt hat. Trotz einigen Schwierigkeiten bezüglich Finanzierung des Projekts in der Anfangsphase ist die Genossenschaft seit ihrer Gründung komplett ohne finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand ausgekommen.

Das Erfolgsrezept

Der ordentliche Teil der Generalversammlung beinhaltete die statuarisch vorgesehenen Traktanden. Der Jahresbericht der Verwaltung, welcher insgesamt von einem ruhigen Geschäftsjahr berichtet, wurde einstimmig genehmigt. Es waren im letzten Jahr neun Mieterwechsel zu verzeichnen - die Neuvermietungen konnten jeweils nach kurzer Zeit vorgenommen werden. Eine wichtige Basis für den finanziellen Erfolg der Genossenschaft ist die pünktliche Bezahlung der Mieten. Von Felten sprach den Mietern ein herzliches Dankeschön aus. Anschliessend liess der Vorstand das vergangene Jahr in finanzieller Hinsicht Revue passieren. Der Reingewinn zur Verteilung beläuft sich auf CHF 32'149.85, welcher teils für eine 2-prozentigen Verzinsung der Anteilsscheine verwendet und teils auf diverse Fonds aufgeteilt wird. Der Vorstand schlug vor, den Zins im aktuellen Jahr unverändert bei zwei Prozent zu belassen. Revisor Markus Wehrli bestätigte der GV im Namen der Revisoren die ordnungsgemässe und vollständige Buchführung des Verwalters, Alois Gärni. Die Anwesenden genehmigten die Jahresrechnung und die Gewinnverteilung einstimmig und entlasteten somit die Verwaltung. Auch das Budget 2016 wurde einstimmig genehmigt. Von Felten fasste die Entstehungsgeschichte der Genossenschaft Alterswohnen Erlinsbach kurz zusammen. Er berichtete, dass die Idee bereits 1982 entstanden ist und erst zehn Jahre später eine Arbeitsgruppe gebildet wurde. Trudi Moser hat sich damals fest für das Vorhaben eingesetzt und ist bis heute im Vorstand. Im Juni 1999 standen die ersten 18 Wohnungen und es wurde die erste Wohnungsvermietung vorgenommen. Acht Jahre später wurde auch die zweite Liegenschaft fertiggestellt womit nun insgesamt 36 Alterswohnungen als eine gute Alternative zum Alters- oder Pflegeheim angeboten werden. Zum Erfolg der Genossenschaft beigetragen hat auch die Kontinuität in der Zusammensetzung des Vorstandes. Markus von Felten ist seit Beginn Präsident; Karl Giger, Trudi Moser und Hans Riesen sind ebenfalls von Anfang an im Vorstand. Emil Mäder sowie Aktuarin Manuela Nünlist sind weitere Mitglieder des Vorstands. Peter Pauk, ehemaliger Geschäftsführer hat sein Amt 2009 an Alois Gärni weitergegeben und Josef Meier hat seinen Sitz 2014 seinem Nachfolger, Richard Meier, vermacht. Präsident von Felten überreichte Sonja von Felten, Tochter von Berti von Felten, einen Blumenstrauss für ihre Mutter, da sie im einhundertsten Altersjahr und somit die älteste Bewohnerin der Alterswohnungen ist.

Das Aussergewöhnliche

Das Beispiel Alterswohnen Erlinsbach zeigt, dass allgemeinnützige Projekte auch ohne finanzielle Hilfe der öffentlichen Hand gut funktionieren können. Das Kapital der Genossenschaft setzt sich ausschliesslich aus Hypotheken und den Anteilsscheinen zusammen. 1998 unterzeichnete die Genossenschaft sowie die beiden Gemeinden Erlinsbach AG und Erlinsbach SO (damals noch Ober- und Niedererlinsbach) einen Baurechtsvertrag. Mittlerweile hat eine der beiden Gemeinden grosszügigerweise auf den Baurechtzins verzichtet. Für Bau und Betrieb der Alterswohnungen wurden bis heute jedoch nie Mittel aus der öffentlichen Hand eingesetzt. Dies sorgt für eine positive Botschaft gegen aussen, denn es beweist, dass Ziele aus Eigeninitiative ohne Unterstützung der öffentlichen Hand erreicht werden können. Im Anschluss an die Generalversammlung bot sich bei Apéro riche und einem Glässchen Wein die Gelegenheit zum Plaudern.

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