Klingnau

GV bietet interessanten Einblick in die Fensterfabrikation

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Die Generalversammlung der FDP Bezirk Zurzach am Dienstagabend erlaubte einen nicht alltäglichen Einblick in die Herstellung von Fenstern, genehmigte einstimmig alle Traktanden und machte einem Rück- und Ausblick auf das Wahljahr 2019.

(ef) Es gehört bereits zur Tradition, dass die FDP des Bezirks Zurzach zur jährlichen Generalversammlung nicht in einen geschlossenen Saal, sondern zu einer Unternehmung in der Region einlädt.  Am Dienstagabend ging es zur Firma Ernst Keller AG, Schreinerei und Fensterfabrik, Klingnau. 24 Personen folgten der Einladung. Vor den statutarischen Geschäften bekamen die Teilnehmenden einen nicht alltäglichen Einblick in die Fabrikation von Fenstern. An den laufenden Maschinen und an den Arbeitsplätzen der Handwerker konnte die Fabrikation eines Fensters verfolgt werden.  

Betrieb in der vierten Generation

Firmenleiter Rolf Keller streifte bei der Einführung die Geschichte der Firma. Gegründet wurde sie von seinem Urgrossvater. Sein Vater, Kurt Keller, Grossrat von 1980 bis 1989, erweiterte den Betrieb und baute die heutigen Räumlichkeiten. Damals allerdings auf fast freiem Feld. Heute stehen sie mitten im Wohnquartier. Beschäftigt werden 10 Mitarbeiter. Die Herausforderung für die vierte Generation bestand vor einigen Jahren darin, sich den veränderten Bedingungen im Festerbau anzupassen und wirtschaftlich zu produzieren. Der Platz, das Knowhow für den Festerbau und gutes motiviertes Personal war vorhanden. So entschied sich die Firma zu einer Investition in eine moderne, computergesteuerte Bearbeitungsmaschine, welche es erlaubt, flexibel und wirtschaftlich verschiedene Fenstertypen zu produzieren.

Werdegang eines Fensters

Der Rundgang durch den Betrieb gab einen Einblick in den Werdegang eines Fensters. An der laufenden Maschine konnten die Anwesenden den Bearbeitungsvorgang direkt mitverfolgen. Innerhalb einer Viertelstunde fabriziert die Maschine aus Holzbalken, vollautomatisch die vier Teile eines Fensterflügels. Für die einzelnen Bearbeitungsschritte werden bis zu 33 Werkzeuge benötigt. Im weiteren Verlauf der Führung bekamen die Teilnehmenden einen Einblick in die Lackiererei, Montage der Beschläge und die Glaserei. Rolf Keller verwies auf die Komplexität des Fensterbaus und das Zusammenspiel der verschiedenen Systeme. Für Innovation und Qualität sei trotz aller Technik das handwerkliche Können der Mitarbeiter eine wesentliche Voraussetzung.

Wertschätzung für Holz zu gering

Holz sei ein vielfältiger Baustoff, habe statisch gute Eigenschaften, sei gut zu bearbeiten und dauerhaft, sagte Firmenleiter Rolf Keller. Auch bezüglich Co2-Bilanz schneide Holz, insbesondere gegenüber Kunststoff, sehr gut ab. Leider sei die Wertschätzung für den Rohstoff Holz immer noch zu gering. Holz als Baustoff binde Co2. Unnötiger Ausstoss von CO2 werde zudem vermieden, indem vorzugsweise Holz aus der Region verarbeitet und auf kurze Transportwege, sowohl beim Rohstoff wie auch beim Fertigprodukt geachtet werde. Nachhaltigkeit und Ökologie wären wichtige Elemente der Firmenphilosophie. Rolf Keller sprach auch über die Konkurrenzsituation, die Wünsche der Kunden und die technischen Anforderungen beim Fensterbau. Ein Fenster sei eben mehr als nur Etwas, das man auf und zu macht.

Alle Traktanden einstimmig

Im Anschluss an den Betriebsbesichtigung führte Grossrätin, Bezirksparteipräsidentin und Nationalratskandidatin Claudia Hauser durch die Generalversammlung. Nach der Begrüssung gedachte die Versammlung dem verstorbenen ehemaligen Bezirksparteipräsidenten Günther Helnwein. Die Traktandenliste, die Wahl eines Stimmenzählers, das Protokoll der letzten Generalversammlung, der Jahresbericht der Präsidentin, die Jahresrechnung und der Revisorenbericht sowie das Budget und die zum Vorjahr unveränderten Mitgliederbeiträge passierten diskussionslos und einstimmig.

Rückblick auf 2018

Im Jahresbericht erinnerte die Vorsitzende an die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Wörtlich sagte sie: „2018 war für uns politisch ein ruhiges Jahr. Gearbeitet wurde im Hintergrund. Die Schwerpunkte lagen bei der Information über die Abstimmungsvorlagen und der Vorbereitung der Nationalratswahlen 2019“. Erfreut äusserte sich die Präsidentin, dass bei 13 von 14 Abstimmungsvorlagen das Volk entsprechend den Parolen der FDP gestimmt habe. Das soll noch Jemand sagen, die Partei politisiere am Volk vorbei! In Erinnerung gerufen wurden die einzelnen Veranstaltungen wie das Achenbergtreffen, der Frühling-Apéro oder der „Bericht aus Bern“. Rechenschaft gab die Präsidentin ausserdem über die Aktivitäten der Geschäftsleitung. Mit einem Dank an die Gönner und Sponsoren schloss sie den ausführlichen Jahresbericht.

Ausblick auf 2019

2019 steht der Partei viel Arbeit bevor. Ein erster Meilenstein ist die Organisation des Fraktionsausfluges der FDP Aargau in den Bezirk Zurzach. Ein Team hat für den 14. Mai das Programm bereits erstellt und die notwendigen Vorbereitungen getroffen. Umfangreicher sind die Arbeiten im Zusammenhang mit den National- und Ständeratswahlen vom 20. Oktober 2019. Die Vorsitzende informierte über den Stand der Vorbereitungen bei der Kantonalpartei. Die Vorsitzende wies mit Freude auf den Frauenanteil von 50 Prozent auf der FDP-Liste hin. Dies sei ganz freiwillig, ohne Zwang und ohne Quotenregelung geschehen. Von der Bezirkspartei wird Grossrätin Claudia Hauser ins Rennen geschickt. Zu ihrer Motivation für die Kandidatur nennt sie unter anderem folgende Gründe: „Ich möchte einen Beitrag leisten, damit die FDP ihr Wahlziel erreicht; ich stehe 100 Prozent zum Milizsystem und ich bin überzeugt, dass es in der Politik mehr Leute mit Bezug zur Wirtschaft braucht. Wie in der Vergangenheit, wird das Wahlteam zusammen mit der Kandidatin einen ambitiösen Wahlkampf führen. Beitragen will die Bezirkspartei auch, dass Ständeratskandidat Thierry Burkart den Sprung ins Stöckli im ersten Wahlgang schafft. Sämtliche Anlässe wie auch aktuelle Informationen über das politische Geschehen, Abstimmungsvorlagen und weitere Aktivitäten der Bezirks- und Ortsparteien sind jederzeit aktuell auf der Webseite der Bezirkspartei, www.fdp-bezirk-zurzach.ch zu finden.

Walter Nef verabschiedet

Per ende 2018 ist Walter Nef, Klingnau, aus der Geschäftsleitung ausgetreten.  Walter Nef wurde am 7. November 1988 für die Grossratswahlen nominiert und im März 1989 gewählt. Am 24. August 1989 nahm er erstmals an einer Geschäftsleitungssitzung teil. Am 31. März gab er sein Grossratsmandat ab, blieb aber Mitglied der Geschäftsleitung und betreute das Ressort „Programm“. In der Laudatio dankte Claudia Hauser für die hervorragende Arbeit. Sie habe ihn als wertvollen Kollegen kennen gelernt. Bei der politischen Arbeit sei er für sie ein grosses Vorbild, kein Panikpolitiker, sondern ein stiller Schaffer. Als Dank für die geleistete Arbeit überreichte sie ihm und seiner Gattin ein Präsent.

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