Das Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Basel führte bei 160 Alters- und Pflegeheimen eine detaillierte Befragung durch. Nun liegen erste Ergebnisse vor.

In den kommenden zwei Jahren werden 13,5 Millionen Franken in den Ausbau und die Sanierung des AltersZentrums in Laufenburg investiert. Dies ist erfreulich und wird die „Klostermatte“ baulich auf einen Topstandard bringen. Freilich nützen noch so moderne bauliche und technische Einrichtungen wenig, wenn es an gut geschultem und motiviertem Personal mangelt. Die Studie der Universität Basel mit dem Namen „Swiss Nursing Homes Human Resources Project“ (SHURP) zeigt auf, dass man in der „Klostermatte“ auch im Personalbereich auf dem richtigen Weg ist. Die Studie befasst sich mit der Arbeitsumgebung, der Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner, der Rationierung der Pflege sowie einiger weiterer Aspekte. Zu diesem Zweck wurden in 160 Alters- und Pflegeheimen der ganzen Schweiz rund 7‘000 Personen aus dem Pflege- und Betreuungsbereich befragt. Die Umfrage erfolgte anonym, und die Zentrumsleitung hatte keinen Einblick. In diesen Tagen erhielt das AltersZentrum „Klostermatte“ die Auswertung für seinen Betrieb.

Erfreuliche Resultate

Das Ergebnis stellt der „Klostermatte“ ein hervorragendes Zeugnis aus. So wird insbesondere der Führung (Zentrums- und Abteilungsleitung) grosses Lob ausgesprochen. Auch die Zusammenarbeit der Vorgesetzten mit dem Personal sowie der Einbezug der Mitarbeitenden in Entscheidungsabläufe wird gut beurteilt. Hervorragend sehen die Mitarbeitenden auch die gegenseitige Zusammenarbeit. Eine sehr hohe Zustimmung ergibt die Frage nach der Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

 Als höchst erfreulich dürfen die Resultate im Bereich der Qualität der Pflege bezeichnet werden, welche von den Betreuenden fast ausschliesslich als sehr gut bewertet wird. Die Frage, ob und wie oft notwendige Pflegemassnahmen oder Therapien wegen Zeitmangel oder Arbeitsüberlastung nicht richtig durchgeführt werden konnten, zeigt auf, dass dies in der „Klostermatte“ nur höchst selten, in vielen Bereichen überhaupt nie der Fall ist.

Personelle Engpässe

Weniger gut sind die Erkenntnisse im Bereich der Stresserkennung. Hier zeigt sich, dass sich das Personal oft überlastet fühlt. Viele haben denn auch das Gefühl, dass der Personalbestand zu niedrig ist. Einerseits gab sich Zentrumsleiter Heinz Stucki über die negativen Aussagen in diesem Bereich nicht ganz unglücklich, zeige dies doch, dass man nicht zu viel Personal beschäftige. Trotzdem habe er als Folge der Erkenntnisse Entlastungen bei personellen Engpässen realisiert.

 Stucki zeigt sich sehr befriedigt über die Ergebnisse der Studie. Wohl kenne man ein internes Qualitätsreporting, das regelmässig vom Kanton eingefordert würde, jetzt habe man aber erstmals Ergebnisse einer externen und damit völlig unabhängigen Stelle. Wichtig sei jetzt, dass man nicht auf den Lorbeeren ausruhe. Zudem warte man mit Spannung die gesamtschweizerischen Ergebnisse ab, die dann aufzeigen werden, wo das AltersZentrum „Klostermatte“ im Gesamtvergleich stehe.