Grünliberale Aarau sagen „Ja, aber...»

GLP Aarau bezieht in Sachen Torfeld Süd Position

Torfeld Süd: Grünliberale Aarau sagen „Ja, aber..."

Das Projekt überzeugt aufgrund mangelnder Alternativen. Sorgen bereiten den Grünliberalen Aarau die überdimensionierten Verkaufsflächen im Mantel des Stadions, das fehlende Bedürfnis einer polysportiven Mantelnutzung und die finanziellen Folgekosten und Risiken zu Lasten der Steuerzahler.

Die Grünliberalen Aarau sagen „Ja, aber..." zur vorgesehenen Änderung der Nutzungsplanung im Torfeld Süd und zum geplanten Stadionprojekt, über die am 13. Juni 2010 erneut abgestimmt wird.

Nach Anhörung sowohl der Befürworter wie auch der Gegner der Nutzungsplanung und des Stadionprojekts im Torfeld Süd überwiegen für die GLP die Vorteile trotz der bestehenden Mängel und Risiken. Die GLP ist der Meinung, dass der FC Aarau als Identifikationsträger für Breitensport ein angemessenes Stadion braucht und der Bau im Torfeld Süd die beste Variante ist. In Bezug auf Finanzierung stellen sich für die Grünliberalen aber viele Fragezeichen. Angesagte Defizite, drohende Folgekosten sowie fehlende Einnahmen aus einer nachfrageschwachen Mantelnutzung sind bei der Realisierung im Auge zu behalten.

Die Stadt und der FC Aarau erhalten von privaten Investoren ein angemessen dimensioniertes Fussballstadion zu einem fairen Preis. Die Risiken für die Bauphase werden grösstenteils von privater Seite getragen. Der Standort nahe beim Bahnhof erscheint sowohl aus verkehrstechnischen wie auch aus sicherheitsbedingten Überlegungen ideal. Zudem sind die Verkehrslage und die Sicherheitssituation rund ums Brügglifeld insbesondere für die Anwohner nicht mehr lange tragbar, zumal sich dieses Gebiet weitaus besser als Wohngebiet eignet.

Die GLP hofft, dass der FC Aarau den Klassenerhalt trotz der aktuell schwierigen Lage schafft. Falls dies wider Erwarten nicht gelingt, erwartet die GLP vom FC Aarau und dessen Sponsoren klare Aussagen betreffend Wiederaufstiegsziel und der Sicherstellung der dafür notwendigen Mittel. Denn beim Betrieb des geplanten Stadions würde für den FC Aarau, bzw. für die Betriebsgesellschaft, in der Challenge League aufgrund der geringeren Zuschauerzahlen und dezimierten Werbeeinnahmen ein Jahresdefizit von ca. Fr. 2.5 Mio. resultieren. Desweiteren sind keine Abschreibungen budgetiert, was Folgekosten generieren wird. Es besteht die Befürchtung, dass die Stadt dann in die Bresche springen muss, wozu es keinesfalls kommen darf.

Auch ist es der zuständigen Projektdelegation in den letzten 2 Jahren nicht gelungen, genügend Nutzer für die geplanten Sporthallen im Untergeschoss des Stadions zu finden. Können keine weiteren Nutzer gefunden werden, besteht ein eklatantes Missverhältnis zwischen den der Stadt anfallenden Kosten von jährlich Fr. 610'000.- bis Fr. 730'000.- und dem Nutzen für die zwei bisher interessierten Sportvereine. Ebenso ist nicht ganz nachvollziehbar, wieso das Einkaufszentrum 2'000 m2 grösser sein muss als ursprünglich angedacht. Die GLP fordert daher eine Exit-Strategie für den Fall, dass keine zufriedenstellende Auslastung der Sporthallen erreicht werden kann. Die polysportive Mantelnutzung ist entsprechend zu redimensionieren oder gar ganz zu streichen. Zur Förderung des Breitensports und der Sportvereine Aaraus kann die Stadt in sinnvollere Projekte investieren, von denen bedeutend mehr Nutzer profitieren werden (Sanierung KEBA, Schachenhalle, Hallenbad, etc.).

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