Grüne Baden zur Umfahrung Mellingen

Nein zu einem Projekt, das die Natur zerstört, zusätzlichen Verkehr verursacht und zuviel kostet

Am 15. Mai wird im Kanton über die Umfahrung Mellingen abgestimmt. Die Grünen Baden lehnen das Projekt in der vorliegenden Form aus drei Gründen klar ab: Erstens bringt die Umfahrung zusätzlichen Verkehr in die Region Baden, zweitens ist sie mit den zwei Abschnitten durch wertvolles Kulturland und Naturschutzgebiet überdimensioniert und drittens kostet sie zuviel.

Wer Strassen sät, wird Verkehr ernten. Diese Umfahrung bringt Mehrverkehr aus dem Reusstal und aus Richtung Mägenwil/Othmarsingen nach Baden. Von Fislisbach her würde eine noch grössere Verkehrslawine als bisher über die bereits stark befahrene Mellingerstrasse und den Schulhausplatz rollen.

Einen nicht wiedergutzumachenden Schaden verursacht vor allem die 2. Etappe. Sie zerschneidet eine zusammenhängende, offene Grünfläche durch einen Damm von ein Meter Höhe, durch bis zu zwei Meter hohe Lärmschutzdämme und vor allem durch ein massives Überführungsbauwerk (Büblikerweg). Zusätzlich zerstört sie 3 ha wertvollste Fruchtfolgeflächen, beeinträchtigt das Naturschutz- und Naherholungsgebiet Ägelmoos stark und setzt Büblikon dauerndem Verkehrslärm aus.

Der Nutzen der 2. Etappe steht in keinem vernünftigen Verhältnis zur Zerstörung der Landschaft und zum zusätzlich verursachten Verkehr. Nur wenige Einwohner und Einwohnerinnen profitieren davon. Mit der 2. Etappe werden vor allem Gewerbebauten vom Lärm und Verkehr entlastet. Wäre die erste Etappe bereits gebaut: niemand käme auf die Idee, eine Umfahrung von Mellingen in Gestalt der 2. Etappe zu bauen!

Ein weiteres Argument gegen die Umfahrung sind die exorbitant hohen Kosten des Bauwerks: 36 Millionen Franken müssen die Steuerzahlenden dafür hinblättern.

Ohne Zweifel: die heutige Verkehrssituation in der Mellinger Altstadt ist unhaltbar. Über die 1. Etappe könnte man reden. Sie macht aus unserer Sicht Sinn. Mit einer Redimensionierung und Optimierung des Projekts bei den Landschaftseingriffen sowie griffigen flankierenden Massnahmen in der Altstadt (z.B. Sperrung für den Durchgangsverkehr nach der Eröffnung der  1. Etappe der Umfahrung) könnte die Altstadt von Mellingen ebenfalls vom Verkehr entlastet und aufgewertet werden.

Fazit: NEIN zu einem Projekt, das die Natur zerstört, zusätzlichen Verkehr verursacht und mit 36 Millionen Franken völlig überrissen ist.

Grüne Baden

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