Hirschthal

Grandioser Einstieg gelungen

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Seitenwagen Ladies Team Suisse

Die Hirschthaler Seitenwagenpilotin Sophia Kirchhofer und ihre Beifahrerin Anna Burkard aus Leibstadt übertrafen bei ihrem ersten Rennen in der stark besetzten Internationalen Deutschen Seitenwagenmeisterschaft (IDM) auf dem Eurospeedway Lausitz selbst die kühnsten Erwartungen. Mit einem 13. Schlussrang bei ihrem Debüt verdienten sie sich grossen Respekt beim Publikum und den etablierten Rennteams.
Es war kein Spaziergang. Bis zu diesem grossartigen Erfolg mussten einige Hürden genommen werden. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Sponsoren, insbesondere unserem Hauptsponsor
A. Meier Gartenbau, Hirschthal.

Das Fähigkeitszeugnis.
Im Trainingslager Ende März mussten Anna Burkard und Sophia Kirchhofer vom 2010 gegründeten Sidecar Racing Ladies Team Suisse zeigen, dass sie ihr „Handwerk" beherrschen. Kurt Hock, einem der aktuell schnellsten Seitenwagenfahrer der Welt, mussten sie beweisen, dass sie es „drauf haben". Ohne sein o.k. wäre eine Teilnahme an einem Rennen in der IDM gar nicht möglich gewesen.


Die Technik.
Bei der technischen Kontrolle ihres LCR-Suzuki GSXR -1000 F1 Renngespanns (etwa wie bei der MFK) vor dem Rennen stellte sich heraus, dass der Luftfilterkasten nicht den Vorschriften entsprach. In einer nächtlichen Umbauaktion wurde dieser durch Helfer im Team angepasst. Bei der Nachkontrolle am nächsten Morgen waren die Kommissäre schliesslich zufrieden. Beunruhigender aber waren die knackenden Geräusche welche kurz vor dem Start aus dem Getriebe drangen. Eine Reparatur zu diesem Zeitpunkt war nicht mehr möglich. So mussten sie mit der Unsicherheit starten, dass das Getriebe der Belastung möglicherweise nicht Stand hält. Keine gute Nachricht für die sowieso schon strapazierten Nerven der beiden. Glücklicherweise verrichteten alle Gänge ihren Dienst bis zum Rennende einwandfrei.


Die Exoten.
Es muss erwähnt werden, dass Anna und Sophia weit und breit das einzige Frauenteam in dieser Rennserie sind, egal ob in der Vergangenheit oder in der Gegenwart. Verständlich, dass sie von ihren männlichen Kollegen genau beobachtet werden. Schliesslich repräsentieren sie die „andere Hälfte" der Bevölkerung in dieser Sportart. Deswegen im Fokus zu stehen bedeutet für sie eine zusätzliche mentale Belastung.


Die Qualifikation.
Wie aus der Formel 1 bekannt, so darf auch bei den Seitenwagenrennen der Rückstand auf die Trainingszeit der Erstplatzierten einen gewissen Prozentsatz nicht überschreiten. Die geforderte Rundenzeit unterboten sie auf der ihnen völlig unbekannten Strecke deutlich. Dabei wurde die Bestzeit von keinem geringerem als dem Weltmeistergespann (Päivärinta FIN / Hänni SUI) aufgestellt. Mit dem Erreichen der Qualifikation auf dem 17. Rang hätten sie ihr angestrebtes Ziel bereits erreicht gehabt.
Der Mut von Anna Burkard und Sophia Kirchhofer ihr erstes Rennen in einer der stärksten Gespannklassen der Welt zu bestreiten wurde voll belohnt. Der 13. Platz ist für ein Newcomer Team ein exzellentes Ergebnis. Sie haben als Frauenteam mit ihrer Leistung voll überzeugt.

Bild: Sophia Kirchhofer / Anna Burkard (Foto jh)

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