Wie alljährlich werden in den Frühlingsferien die Turnhallen gereinigt und können deshalb nicht benutzt werden. Anstelle dieser Ausfallstunde stand für die Männerriege Gränichen dieses Jahr die Besichtung der REGA in Zürich-Flughafen auf dem Programm. - Nun, dieser Kontakt entstand aus einer Klassenzusammenkunft des Technischen Leiters in Rothrist im vergangenen Jahr.

Um 19.00 Uhr konnten Ruth und Daniel Schuler, beides langjährige Rega-Mitarbeiter, 20 Turner im modern eingerichteten Rega-Center begrüssen. Mit einem kurzen Vortrag, untermauert mit Bildern, wurden die Entstehung und die Aufgaben der REGA eindrucksvoll erläutert. Auslöser von Bergrettungen war das im November 1946 auf dem Gauligletscher gestrandete Flugzeug vom Typ DC-3 Dakota der Amerikaner.

Im Anschluss daran folgte die Besichtigung des Hangars. Darin integriert ist die Revisionshallen für die Helikopter (Augusta Westland Da Vinci und Eurocopter EC 145) sowie die Einstellplätze für die Ambulanzjets. Es stand eine Challenger mit brandneuem Anstrich bereit, dessen Innenleben samt Funktionalität unter kundiger Führung besichtigt werden konnte. Erstaunlich, was da alles an technischen Gerätschaften Platz haben muss. Die Ambulanzjets stehen für Einsätze im weiteren Ausland zur Verfügung. Diese Einsätze samt den Rettungsmannschaften fordern natürlich professionelle Koordination. Diese erfolgt von der rund um die Uhr besetzten Einsatzzentrale. Ein Blick hinter die Kulissen versetze einem doch ins Staunen, was da so alles wo und wie abläuft (virtuelle Karten, GPS, Navigation, Computer, Telefon, Funk etc). Gerade bei Einsätzen im Ausland, sind die Koordinatoren sehr gefordert, braucht es doch das entsprechende medizinische Grundwissen und ebenso Kenntnisse über die örtlichen Sprach- und Länderverhältnisse.

Ein Film über ein tatsächlich vorgefallenes Ereignis rundete schliesslich die Besichtung ab. Dieser veranschaulichte einmal mehr, wie schnell und unverhofft das Schicksal zuschlagen kann. Brennende Fragen wurden schliesslich kompetent beantwortet und der Technische Leiter durfte den beiden Führern ein herzliches Dankeschön in Form eines kleinen Präsentes überreichen.

Die vielen spannenden Eindrücke wurden auf der Heimreise noch rege diskutiert. bt