Brugg

Gitarrenensemble der Musikschule am 3. EURO Jugendmusikfestival in Offenburg

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Festival für Gitarre, Mandoline und andere Instrumente

Mit 22 Jugendlichen zwischen 9 und 16 Jahren reiste das GuitarSoundOrchestra (GSO) der Musikschule Brugg unter der Leitung von Jürg Moser über das Auffahrtswochenende nach Offenburg (D) ans Festival für Gitarre, Mandoline und andere Instrumente.
Die Reise mit den vielen Gitarren und dem übrigen Gepäck im engen ICE war eine erste Herausforderung, eine weitere das Quartier: Ein Massenlager in einer riesigen Turnhalle, zusammen mit den anderen, vorwiegend älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus ganz Europa. Was zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig war, erwies sich im Rückblick als witzige und verbindende Erfahrung.
Die Mitglieder des GSO besuchten vom Donnerstag bis Samstag in den Räumen des Kulturforums zwei Workshops von je vier Lektionen: Bei Helmut Oesterreich (D), einem international führenden Dozenten in Ensembleleitung, erarbeitete das Orchester für einmal unter fremder Leitung neue Stücke. Bei Andrea Piccioni (I), einem wahren Meister der Perkussion, welcher in Englisch unterrichtete, erkannten die Kinder und Jugendlichen einmal mehr, wie grundlegend wichtig Rhythmus ist. Klatschen, schnipsen, stampfen, im oder gegen den Puls sprechen, alles gleichzeitig und nach ganz unterschiedlichen Vorgaben, da war volle Konzentration gefragt. Zum Abschluss liessen die Teilnehmer des Workshops nur mit ihren Körpern ein Sommergewitter ertönen, von den ersten Regentropfen bis zum Platzregen mit Donnergrollen, eine beeindruckende Präsentation.
Bereits am Donnerstagabend spielte das GSO, verstärkt durch Elina und Marco, die mit dem Zürcher Gitarren Ensemble angereist waren, im Eröffnungskonzert des Festivals. In Mitten bekannter Gitarrenorchester wie dem Jugendgitarrenorchester Baden-Württemberg oder dem Kleynjans-Ensemble aus Hamburg glänzte das GSO mit einem überzeugenden Auftritt, welcher dem jungen Orchester viel Lob einbrachte.
Am Freitagabend besuchte das GSO im benachbarten Strasbourg ein Konzert des charismatischen französischen Gitarristen Roland Dyens - ein weiteres sehr eindrückliches Erlebnis. Auch die Rückreise von Strassbourg war beeindruckend. Für die einen, weil sie mit dem berühmten Gitarristen zurückreisen durften, für die anderen, weil sie mit dem Orchester aus Hamburg nach Mitternacht dem Burger King Offenburg einen Besuch abstatteten.
Glücklicherweise waren die jüngeren Mitglieder in der Unterkunft geblieben und an diesem Abend früher eingeschlafen, sodass sich der akute Schlafmangel am Samstagmorgen in den letzten Lektionen der Workshops nicht allzu stark bemerkbar machte. Während die GSO-Mitglieder fortwährend musikalisch aktiv waren, waren die Begleitpersonen vorzu mit der Beschaffung von Essen und Trinken gefordert. Erst am Samstagnachmittag kam etwas Freizeitstimmung auf. Ein kurzer Bummel zeigte den jungen Gitarristinnen und Gitarristen, dass Offenburg eine gastfreundliche Stadt mit schön renovierten Gebäuden und verschiedenen witzigen Bronzefiguren ist (Bild). Am späteren Nachmitttag stand dann das Workshop-Konzert auf dem Programm, bei welchem die Teilnehmer der verschiedenen Kurse präsentierten, was sie in den vergangenen Tagen erarbeitet hatten. Auch mit diesem zweiten Auftritt erntete das GSO viel Lob. Am Abend gab es ein Abschlusskonzert derjenigen Ensembles und Orchester, welche nicht bereits beim Eröffnungskonzert gespielt hatten.
Nach einer letzten ziemlich kurzen Nacht reisten die Mitglieder des GSO am Sonntag heim nach Brugg und brachten viele neue musikalische Eindrücke und bleibende Erinnerungen mit zurück.
Für das GuitarSoundOrchestra war es das erste Mal, dass es sich an einem Festival inmitten international tätiger Ensembles und Musiker bewegen und präsentieren konnte. Mit viel Stolz durften die GSO-SpielerInnen feststellen, dass sie dabei beste Figur machten.

Text: Judith Käch / Jürg Moser

Bild: Das Guitar Sound Orchestra vor dem Rathaus von Offenburg

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