Getrennt marschieren – vereint schlagen

Neujahrsapéro der Kulturkommission Hausen

Die Kirche war gut gefüllt, als Eliane Koradi-Zweifel (Harfe) und Rafael Baier (Saxofon), die für die musikalische Umrahmung verantwortlich waren, den traditionellen Hauser Neujahrsapéro mit irischen Weisen eröffneten. In ihren weiteren musikalischen Beiträgen entführten sie die Besucher aus der Region hinaus in die weite Welt. Frau Gemeindeammann Britgitte Schnyder konfrontierte die Gäste gleich zu Beginn mit einer Frage, die der Gemeinderat jeweils an Einbürgerungswillige zu stellen pflegt: Welche  anderen Gemeinden grenzen an Hausen? Für jede richtige Antwort aus den Reihen der Anwesenden erhob einer der eingeladenen Gemeindeammänner der Nachbargemeinden, bis alle fünf (der Brugger Stadtammann Dani Moser hatte sich leider krankheitshalber entschuldigen müssen) neben der Gastgeberin standen. In ihrer Begrüssung betonte Frau Schnyder den Willen der Gemeinde Hausen, die Selbständigkeit zu wahren, aber überall dort, wo es sinnvoll und notwendig ist, solidarisch mit den Nachbargemeinden zusammenzuarbeiten. Dieser Ansicht waren auch die Vertreter der umliegenden Gemeinden, die nun der Reihe nach knapp und oft mit Humor gewürzt im Namen der jeweiligen Bevölkerung die Neujahrsgrüsse überbrachten. Hansedi Suter aus Habsburg kam gleich auf die bevorstehende Campusabstimmung vom 13. Februar zu sprechen, bei der die Solidarität der Region wie noch selten auf die Probe gestellt werde. Dieses  Thema zog sich wie ein roter Faden durch die ganze Veranstaltung. Hans Vogel aus Scherz zeigte sich besonders erfreut über die gute Zusammenarbeit mit Hausen beim Ausbau der Verbindungstrasse zwischen den beiden Gemeinden. Richard Plüss aus Lupfig versprach augenzwinkernd auch für das kommende Jahr Sonne und Wärme aus dem Süden und betonte die Wichtigkeit einer Zusammenarbeit über die Gemeindegrenze hinaus am Beispiel der Wasserversorgung. Für Leo Grünenfelder aus Mülligen haben die durch den Eitenberg verbundenen Landgemeinden Hausen und Mülligen viel gemeinsam: Sie sind beide Vororte von Brugg und Windisch, und ohne sie gäbe es kein Zentrum. Mit Hanspeter Scheiwiler aus Windisch stand noch einmal die kommende Abstimmung über den Campuskredit im Mittelpunkt. Er zeigte sich besonders erfreut darüber, dass Leute aus Hausen sich in führender Position unermüdlich für die Vorlage einsetzen. Die Grussbotschaft von Danit Moser aus Brugg verlas Brgitte Schnyder. Auch er betonte die Wichtigkeit des kommenden Jahres für die ganze Region. Manchmal genüge es nicht, wenn jeder nur vor seiner Tür wische, und gelegentlich müsse man die Ich-Brille durch eine Wir-Brille ersetzen. Zum Schluss dankte Gemeinderat Beat Peterhans allen, die bei den unzähligen Veranstaltungen von „zäme Advent fiire" mitgewirkt hatte und lud die Besucher zum eigentlichen Apéro in die benachbarte Turnhalle ein.

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