Am Donnerstag, den 04. April, 19.00 Uhr, findet im Alten Gemeindesaal in Lenzburg eine Veranstaltung statt, die sich „Für gerechte Löhne“ einsetzt. Im Namen der Stadt Lenzburg begrüsst der Stadtammann Daniel Mosimann die Teilnehmer. Die Aargauer Nationalrätin Yvonne Feri leitet die Veranstaltung. Der breiten Trägerschaft aus SP, Forum Möriken-Wildegg, Vpod und Unia ist es gelungen, für dieses topaktuelle Thema drei hochkarätige Referenten zu verpflichten.

Beat Ringger vom fortschrittlichen Denknetz und Zentralsekretär beim VPOD, referiert über die „Lohnverteilung aus volkswirtschaftlicher Sicht.“ Er wird darlegen, wie der unglaubliche Lohnverzicht in den reichen Ländern Europas, das heisst auch in der Schweiz, zu explodierenden Gewinnen bei den Grosskonzernen führte. Diese Gewinne werden nicht reinvestiert sondern der Spekulation zugeführt. Erzwungener Lohnverzicht und freie Spekulation sind die Hauptursachen für die gegenwärtige Krise. Beat Ringger macht interessante Vorschläge, wie sich die Wirtschaft aus linker Sicht zukünftig entwickeln sollte.

Nationalrat Cédric Wermuth hat sich zum Ziel gesetzt, die Vorteile der Initiative 1:12 aufzuzeigen. Diese klare Regelung ist eine wohldosierte Medizin, mit der in Zukunft sittenwidrige Millionengehälter eingedämmt werden könnten. Mit dem WOZ Slogan „Nimmt den Reichen das Geld weg“ wirbt Cédric Wermuth derzeit landauf landab für die Initiative. Dieser persönliche Einsatz ist einmalig. Chapeau!

Max Chopard, Unia Gewerkschafter und Aargauer Nationalrat, beendet den Reigen mit seinem Vortrag über die Mindestlohninitiative. Diese ist eine ultimative Notwendigkeit. Eine Annahme dieser Initiative würde der Bevölkerung wesentliche Vorteile bringen: Erstens entspricht sie dem demokratischen Imperativ nach Gleichheit. Zweitens hat jeder Bürger das Recht, mit seiner Arbeit sich und seiner Familie ein anständiges Leben bieten zu können. Drittens ist die Tatsache, dass viele Arbeitnehmer mit einer Vollzeitstelle zu wenig verdienen und auf das Sozialamt angewiesen sind, einer Demokratie unwürdig.

Neugierige Bürger werden an der Abendveranstaltung weit mehr erfahren können als in diesem kurzen Aufriss. Der Eintritt ist dank Spenden für die Besucher frei.