Brugg

Generalversammlung und Netzwerkanlass der AIHK Region Brugg

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Anlässlich der diesjährigen GV der Aargauischen Industrie- und Handelskammer Region Brugg wurden Adrian Bürgi und Martin Gautschi in den Vorstand gewählt.

Gastgeberin war diesmal die Türenfabrik Brunegg AG, in der sich 50 AIHK-Mitglieder und 17 Gäste einfanden, um an der Versammlung mit anschliessender Präsentation der Firma teilzunehmen.

Strukturwandel im Gange

In seinen einleitenden Worten ging Andreas Heinemann, Präsident der AIHK Region Brugg, auf die aktuelle wirtschaftliche Situation in unserem Land ein. Er wies darauf hin, dass die Auftragslage in der Schweizer Industrie im vierten Quartal 2016 auf Vorjahresniveau stagniert habe. Eine Anfang 2017 von der Swissmem durchgeführten Umfrage zeige, dass sich im  vergangenen Jahr fast ein Viertel der Firmen auf Stufe EBIT in der Verlustzone befanden. Ein Drittel der Betriebe  erreichten wohl positive, letztlich aber doch unbefriedigende EBIT-Margen. Diese Ergebnisse sind ein Indiz dafür, dass der Frankenschock für viele Unternehmen (insbesondere KMU) noch nicht überwunden ist. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Schweizer Franken gegenüber dem Euro in den letzten Monaten kontinuierlich aufgewertet hat. Der Strukturwandel dürfte sich 2017 fortsetzen und gemäss einer Studie dazu führen, dass fast die Hälfte der Industriebetriebe in den nächsten drei Jahren Verlagerungen ins Ausland ins Auge fassen. Der wichtigste Grund dafür ist die Reduktion von Produktionskosten. Bessere gesetzliche Rahmenbedingungen wären ein Mittel zur Verminderung dieser Verlagerungstendenz.

Im Verlauf der GV wartete Daniel Moser, Brugger Stadtammann und Präsident Regio Brugg,  mit Informationen zur regionalen Raum- und Verkehrsentwicklung auf, und Verena Rohrer präsentierte Neuheiten aus dem Bereich Standortförderung. Martin Bopp, Geschäftsführer des Hightech Zentrums Brugg und Experte Bernhard Isenschmid erläuterten an zwei Beispielen aus der Praxis die Tätigkeit ihrer Institution in Sachen Wissenstransfer für die Förderung von Projekten. Kantonalpräsident Daniel Knecht überbrachte die Grüsse der Aargauischen Industrie- und Handelskammer Aargau.

2018: 100 Jahre AIHK Region Brugg

Haupttraktanden der GV waren die Genehmigung des präsidialen Jahresberichtes, der  Jahresrechnung 2016 und des Budgets 2017 sowie das Wahlgeschäft. Die Bestätigung für die Amtsperiode 2017 bis 2021 erhielten  die bisherigen Vorstandsmitglieder Hans-Jörg Aerni, Enzo Granella, Andreas Heinemann (Präsident), René Rohr, Claude Werder und Rolf Wolfensberger (Vizepräsident). Neu ins Führungsgremium gewählt wurden Adrian Bürgi, Eigentümer und CEO der Jost Elektro AG, und der bisher als Revisor tätig gewesene Martin Gautschi, Eigentümer und CEO der Voegtlin-Meyer AG. Adrian Schlatter bleibt Revisor, und für Martin Gautschi wird noch ein Nachfolger gesucht. Der Präsident verabschiedete das nach 13 Jahren im Vorstand demissionierende Mitglied Andreas Bürgi. Der ehemalige Besitzer und CEO der Firma Jost mit ihren rund 150 Mitarbeitenden hat sich massgeblich für den Standort der Fachhochschule Norwestschweiz  und für den Erhalt des BWZ Brugg eingesetzt.

Aus dem Jahresprogramm 2017 wies Andreas Heinemann speziell auf den Wirtschaftsapéro Region Brugg vom 25. April im Kino Odeon, auf den Herbstanlass vom 17. Oktober im SwissFEL in Villigen sowie auf den Martini-Treff vom 9. November hin. Und am 8. März 2018 findet die Generalversammlung mit dem Jubiläumsanlass „100 Jahre AIHK Region Brugg“ statt.

Interessanter Betriebsrundgang

Nach dem offiziellen Teil der Generalversammlung folgte eine Besichtigung der Türenfabrik Brunegg. Die 1954 gegründete Firma ist  ein dynamisches Unternehmen, dessen Marke BRUNEX bei Planern und Verarbeitern als Inbegriff für Türen und Türsysteme aus Holz gilt. Der in jüngster Zeit mit einer neuen Produktionshalle erweiterte und modernisierte Betrieb mit seiner 55-köpfigen Belegschaft stellt täglich bis zu 1000 Rohlinge für die Weiterverarbeitung oder fertige Exemplare her. In absehbarer Zeit wird laut CFO Markus Strebel die Zahl von sieben Millionen produzierten Türen erreicht sein.

Max Weyermann

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