Wohlen

Generalversammlung der VAAS

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Versammlung der Vereinigung Aktiver Aargauer Senioren mit anschliessendem Referat von Ständerätin, Christine Egerszegi vom 24.April 2012 in Wohlen

Zur ordentlichen Generalversammlung der seit rund 20 Jahren bestehenden Vereinigung konnte der Präsident, Rolf Bechter, Widen, wiederum eine erfreulich stattliche Anzahl von Mitgliedern begrüssen. Die statutarischen Geschäfte waren schnell abgewickelt und gaben zu keinerlei weiteren Fragen Anlass. In seinem Jahresbericht verwies er namentlich auf das Dauerthema „Autofahren im Alter „ und fand voll die Zustimmung der Anwesenden, dass sich die ältere Generation zunehmend durch Massnahmen unserer Aargauer Justizbehörden diskriminiert und schikaniert fühlt, zumal der Aargau ganz offenbar eine unrühmliche und unnötige „Vorreiterrolle“ in der ganzen Schweiz führt ! Immerhin war am Rande der Generalversammlung die positive Nachricht zu erfahren, dass aufgrund eines vielbeachteten Leserbriefs von Rolf Bechter in der AZ zu diesem Thema der Justizdirektor Urs Hofmann ihn zu einem Gespräch eingeladen habe. Weiterer Dauerbrenner sind nach wie vor Pflege - und Betreuungskosten. Dazu erteilte er Christoph Steinemann, Berikon, das Wort, der über den neuesten Stand und der damit zusammenhängenden Fragen orientierte.

Referat von Ständerätin Christine Egerszegi zum Thema „ Wie sicher sind unsere Renten ?

Die Gastrednerin und Mitglied unserer Vereinigung sprach damit ein Thema an, welches selbstverständlich die ältere Generation ganz speziell interessiert. Sie gab zunächst eine Übersicht über unser bewährtes „Dreisäulenprinzip„ der Altersvorsorge, nämlich AHV, BVG und Selbstvorsorge, das nach wie vor in praktisch allen anderen Ländern als mustergültig und vorteilhaft gilt. Zumindest ist die AHV auf lange Zeit unantastbar und sicher, da die Einlagen und Ausschüttung klar geregelt seien. Im Moment betrage der Einnahmeüberschuss, so Christine Egerszegi weiter, noch rund eine Milliarde Franken. Die immer grösser werdende Überalterung der Bevölkerung liesse jedoch für die weitere Zukunft Fragen offen. Anders sehe es beim BVG aus, dieses ist von den Entwicklungen der Finanzmärkte abhängig, die sich bekanntlich in den letzten Jahren nicht unbedingt zum Guten gewandelt haben, deshalb sei auch für die Zukunft mit eher tieferen Umwandlungssätzen zu rechnen.

Im Anschluss an das Referat von Christine Egerszegi entstand eine eifrige Diskussion und Fragestellung, wobei wiederum das Gesundheitswesen, bzw. Pflege und Betreuungskosten im Mittelpunkt standen. Die Referentin verwies auf die Problematik, dass die Probleme auf Bundesebene erkannt seien, Ausführungsbestimmungen und Umsetzung der entsprechenden Gesetze nach wie vor bei den Kantonen liegen, schliesslich hätten wir in der Schweiz 26 verschiedene Gesundheitsgesetze !

Zum Abschluss danke Rolf Bechter der Referentin, also kompetente Verfechterin einer breit geschätzten Sozialpolitik und in der wichtigen Rolle als Präsidentin der ständerätlichen Gesundheitskommission für ihr Erscheinen und überreichte ihr einen Blumenstrauss.

Generalversammlung der VAAS

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