Die FDP.Die Liberalen trafen sich am Dienstagabend bei der Firma Heinz Baumgartner AG in Tegerfelden zur ordentlichen Jahresversammlung. Vor den statutarischen Geschäften informierte Erwin Baumgartner über die Firmengeschichte und führte durch den Betrieb. Beeindruckt zeigten sich die Teilnehmenden von der Sauberkeit, der Vielfallt und dem technologischen Stand des Maschinenparkes. Das Spektrum reicht von einfachen Bearbeitungsmaschinen bis hin zum komplexen, vollautomatischen Bearbeitungscenter mit bis zu 300 Werkzeugen. Bearbeitet werden können von den kleinste Teile bis zu kubischen Werkstücken in der Gösse von 3 x 2 x 2 Meter. 1962 legte Vater Heinz Baumgartner mit einer mechanischen Werkstatt von 12 Quadratmetern den Grundstein zum heutigen Unternehmen. 1985 und 1987 traten seine beiden Söhne in den Betrieb ein, der zwischenzeitlich auf 11 Mann und 2 Lehrlinge angewachsen war. 2001, beim Bezug des Neubaus an der alten Zurzacherstrasse beschäftigte die Firma bereits 25 Mitarbeitende und 6 Lernende. Heute sind es 50 Mitarbeitende und 9 Lernende. Ausser 2 Hilfskräften handelt es sich durchwegs um Berufsleute. Das Durchschnittsalter der Beschäftigten beträgt, ohne Lernenden, 38 Jahre. 2007 wurde ein Erweiterungsbau in Betrieb genommen. Der nächste Anbau ist bereits in Planung und auf dem Areal ausgesteckt. Der innovative Betrieb erhielt 2010 den Aargauer Unternehmerpreis. Der KMU-Betrieb ist spezialisiert für Fertigung und Bearbeitung mechanischer Teile sowie für Montagen im mechanischen wie auch elektromechanischen Bereich. Zu den Kunden zählen Firmen aus dem Medizinalbereich, der Food-Verfahrenstechnik, dem Energiebereich wie ABB und Alstom sowie dem Forschungsbereich wie das PSI. Auch wirkt die Firma aktiv bei der Entwicklung von Wasserwirbelturbinen mit. Einen wesentlichen Teil des Umsatzes generiert das Unternehmen mit der Fabrikation und Montage komplexer Roboterarme für Tumorbestahlungsgeräte. Pro Woche werden davon zwischen 25 und 39 Einheiten hergestellt. Dabei beschränkt man sich aber nicht nur auf die Fertigung und Montage, sondern hilft auch mit eigenen Innovationen bei der Weiterentwicklung und Verbesserung der Geräte mit. Einen grossen Stellenwert hat die Lehrlingsausbildung. Am Ende der vierjährigen Berufslehre sind die angehenden Berufsleute in der Lage, an den Bearbeitungscentren hochkomplexe Bearbeitungsvorgänge selbständig zu programmieren. Stefan Baumgartner zeigte das Werkstück eines Lehrlings, der in diesem Jahr an der Berufsmeisterschaft teilnehmen darf, welches er selbständig mit einer solchen Maschine gefertigt hat. Zum Schluss der interessanten Führung dankte Huldrych Egli den beiden Firmeninhabern und fügte bei, „solche Firmen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und unseres Wohlstandes. Darum gilt es für die Politiker Sorge zu tragen, dass mit übertriebenen Forderungen den Erfolg nicht abwürgt wird.“

Philipp Müller bringt neuen Schwung

Zur Generalversammlung trafen sich die Teilnehmenden im Aufenthaltsraum. Einleitend zeigte sich der Vorsitzende, erfreut über die Wahl von Philipp Müller zum neuen Parteipräsidenten der FDP Schweiz. Müller sei ein glaubwürdiger und unabhängiger Politiker, geniesse einen hervorragenden Ruf als Allrounder und insbesondere als Experte in Migrations- und Wirtschaftsfragen. Er verstehe es auch, mit den Medien umzugehen. Mit Müller bekomme die FDP neuen Schwung. Im Jahresbericht des Präsidenten listete der Vorsitzende die Schwerpunkte des vergangenen Jahres auf. Nicht unerwähnt blieb das gute Wahlresultat von Claudia Hauser bei den Nationalratswahlen. Die Bezirkspartei dürfe für sich mit Recht in Anspruch nehmen, dass ohne die Kandidatur von Claudia Hauser, die Aargauer Vertretung der FDP in Bern ein Mandat verloren hätte. Kritische Gedanken äusserte der Vorsitzende zur personellen Situation innerhalb der Orts- und Bezirkspartei. Dabei ist er überzeugt, dass sich die Erneuerung der Führungscrew nicht mehr lange herausschieben lasse. Wenn nicht bald neue Kräfte bereit sind, die heutige Crew abzulösen, kann dies zu einer empfindlichen Schwächung der FDP führen, warnte Egli. Bei einer weiteren Schwächung werde aber die Politik zum Spielball von ideologischen und partiellen Einzelinteressen. Die Leidtragenden wären wir alle! Mit den Schwerpunkten für das laufende Jahr schloss der Vorsitzende seinen Bericht.

Geschäftsleitung bestätigt

Die Wahl der Mitglieder der Geschäftsleitung war reine Formsache. Pendent ist allerdings nach wie vor das Präsidium. Interimspräsident, Huldych Egli, erklärte sich bereit, die Partei bis nach den Grossratswahlen noch zu führen. In absehbarer Zeit werden nebst einem Präsidenten auch neue Mitglieder für das Aktuariat sowie die Vertretung der Jungfreisinnigen gesucht. Beide kündigten an, in Folge Wohnortswechsel im Verlauf der nächsten Amtsperiode zu demissionieren. Als Rechnungsrevisoren wurden Andreas Schmid, Lengnau und Gabor Simon, Döttingen im Amt bestätigt. Am Parteitag der FDP Aargau vom 8. Mai in Muri werden auch die Delegierten der FDP Schweiz neu gewählt. Die bisherigen Vertreter Huldrych Egli und Walter Nef  stellen das Amt zur Verfügung. Von der Geschäftsleitung vorgeschlagen und von der Versammlung einstimmige nominiert wurden Claudia Hauser (Delegierte) und Andreas Schmid (Stellvertreter).  

Mit Zuversicht in die Grossratswahlen

Umfassend orientierte der Vorsitzende über den Stand der Vorbereitung zu den Grossratswahlen vom 21. Oktober. Erklärtes Ziel der Geschäftsleitung sei das Halten des Sitzes und eine Steigerung des Wähleranteils. Voraussetzung dazu sei eine volle und ausgewogene Liste mit sieben Namen aus verschiedenen Regionen, Berufen, Alterskategorien sowie ein ansprechender Wahlkampf. Grossrat Franz Nebel tritt nochmals an. Bis zum heutigen Tag definitiv zur Nomination gemeldet sind Claudia Hauser, Döttingen, Andreas Schmid, Lengnau und Erwin Baumgartner, Tegerfelden. Für die drei weiteren Listenplätze sind noch Gespräche im Gange. Die Nomination der sieben Kandidierenden ist auf Dienstag, 5. Juni angesetzt. Ort und genauer Beginn sind noch offen. Die Führung des Wahlkampfes wird einem kleinen, erfahrenen Team übertragen. Der Vorsitzende ist zuversichtlich, dass mit dem durch Philipp Müller ausgelösten neuen Schwung und neuer Ausrichtung der Partei, das Wahlziel erreicht werden kann.   

Werbung für die Petition

Unter dem Traktandum Verschiedenes erläuterte Walter Gassler, Koblenz, seine Haltung zur Verkehrssituation Koblenz und warnte davor, die Lösung des komplexen Problems für wahltaktische Zwecke zu missbrauchen. Zusammen mit dem Vorsitzenden und Franz Nebel rief er aber zur Unterschriftensammlung für die Petition des Wirtschaftsforums Zurzibiet „Verbesserung der Verkehrssituation – Stärkung des Zurzibiets“ auf.