Döttingen

Gemeinsam Neues entdecken

megaphoneaus DöttingenDöttingen
..

Beim gemeinsamen Ausflug der Konfirmanden und Firmanden ins Schweizer Landesmuseum in Zürich gingen die Jugendlichen unter anderem den Fragen auf den Grund, was eigentlich die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Katholisch und Reformiert ist und wann man jemanden als Schweizer bezeichnet.

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich letzten Samstagmorgen elf Konfirmanden aus der reformierten Kirchgemeinde Klingnau-Döttingen-Kleindöttingen und elf Firmanden aus der Pfarrei Döttingen unter der Leitung von Sonja Zryd, Thomas Gautschi und Simon Fischer auf den Weg nach Zürich, um dort gemeinsam das Schweizerische Landesmuseum zu besuchen.

Miteinander statt gegeneinander
In dem kürzlich sanierten und neu gestalteten Museum wird unter dem Titel „Glaube, Fleiss und Ordnung" eine Ausstellung gezeigt, in der die Glaubens-, Geistes- und Kirchgeschichte im Zentrum steht. Bei der Führung durch eine Museumsmitarbeiterin und Thomas Gautschi erfuhren die Jugendlichen spannende Details aus der Geschichte der Kirche. Ein Schwerpunkt wurde dabei auf die Reformation und die Unterscheide zwischen Katholisch und Reformiert gelegt, was für diesen Anlass natürlich besonders spannend war. Es stellte dich heraus, dass noch vor einigen Jahrzehnten ein gemeinsamer Ausflug von katholischen und reformierten Jugendlichen unmöglich gewesen wäre, da die Unterschiede und Konflikte einfach zu gross gewesen waren. Umso schöner war es, dass sich die Jugendlichen heute bestens verstanden.
In der Ausstellung „Niemand war schon immer da" ging es anschliessend um die Migration. Dabei wurde deutlich, dass viele der „typischen Schweizer" gar nicht so schweizerisch sind, wie man denkt. Roger Federers Eltern beispielsweise stammen aus Südafrika. Miteinander füllten die Jugendlichen anschliessend einen Einbürgerungstest aus und es stellte sich heraus, dass dies sehr anspruchsvoll ist. Die Frage, welches denn die Landessprachen der Schweiz sind, konnte noch ohne Probleme beantwortet werden, als jedoch gefragt wurde, welcher Konfession das Berner Münster angehört, wurde es schon schwieriger.
Nach diesem spannenden, jedoch auch recht anstrengenden Morgen hatten sich die Jugendlichen sowie auch ihre Begleiter eine Mittagspause verdient.
In Gruppen erkundigten die Jugendlichen die Stadt Zürich und hatten Zeit, sich zu verpflegen.

Interessante Kirchen und schweisstreibene Aufstiege
Nachdem sich alle wieder beim vereinbarten Treffpunkt eingefunden hatten, machte sich die Gruppe auf den Weg zum Grossmünster. Unter der kundigen Führung von Thomas Gautschi sahen und erlebten die Jugendlichen Spannendes zur Kirchengeschichte von Zürich und über die Reformation. Höhepunkt war natürlich im wahrsten Sinne des Wortes die Besteigung einer der beiden imposanten Kirchtürme des Münsters. Der Aufstieg war schweisstreibend und abenteuerlich, belohnt wurden dann jedoch alle mit einer grandiosen Aussicht über die Stadt. Weiter ging der Kirchenspaziergang durch die Altstadt von Zürich und so sah man auch das Fraumünster und die Predigerkirche St. Paul. In der Augustinerkirche bekamen die Jugendlichen einen spannenden Einblick in die dritte grosse christliche Konfession der Schweiz, die Christkatholischen Kirche. Anschliessend ging es mit dem Zug wieder nach Hause.
Zürich ist auch im Rahmen des Religionsunterrichtes eine Reise wert und es ist spannend und bereichernd, gemeinsam als reformierte und katholische Christen auf dem Weg zu sein.
Text: Britta Gfeller

Meistgesehen

Artboard 1