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Jahresversammlung Unia Lenzburg-Freiamt vom 23. April 2010

Die Unia Lenzburg-Freiamt blickte an ihrer Jahresversammlung auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zurück. Nebst den ordentlichen Geschäften und der Jubilarehrung stand der Abend im Zeichen der Finanz- und Wirtschaftskrise und dem Referendum gegen den Abbau bei der Arbeitslosenversicherung.

Ein aussergewöhnliches Jahr liege hinter ihnen, betonte Thomas Seiler, Präsident der Unia Lenzburg-Freiamt, vor den gut 80 Mitgliedern und zahlreichen Gästen an der Jahresversammlung der Unia Lenzburg-Freiamt. Es ist gelungen, die Neuaufnahmen der Mitglieder Unia Region Aargau massiv zu verbessern und so die Talsohle bei der Mitgliederentwicklung zu durchschreiten. "Wir haben nun genug Luft, um uns nicht mehr mit uns selbst sondern mit den anstehenden Themen und Problemen zu beschäftigen", so Seiler.

Das sei auch nötig, griff Kurt Emmenegger, Geschäftsleiter der Unia Region Aargau, den Faden auf. Die beispielhaften Kämpfe gegen den Lohnklau bei der Alu Menziken im letzten Jahr und gegen den Rentenklau in diesem Jahr hätten gezeigt, dass die Unia im Aargau wieder ernst zu nehmen sei - und auch fähig sei, die in sie gesetzten Erwartungen zu erfüllen. "Wir können stolz sein, ein Teil der grössten und erfolgreichsten Gewerkschaft der Schweiz zu sein und die kommenden Herausforderung mit Schwung angehen", schloss Emmenegger sein Votum.

Florian Vock, Vorstandsmitglied der Juso Aargau, warb für die 1:12 Initiative der Juso. Sie will, dass niemand in einem Jahr weniger verdient als der bestbezahlte Manager im gleichen Unternehmen in einem Monat. Dadurch wird verhindert, dass sich Abzocker-Manager immer mehr vom Kuchen unter den Nagel reissen und allen anderen MitarbeiterInnen nur Brosamen bleiben.

Der Kampf gegen die bürgerlichen Angriffe auf die Sozialversicherungen werde die Unia auch dieses Jahr stark beschäftigen, hieb Chantal Abegg, Geschäftsleiterin der Arbeitslosenkasse der Unia Region Aargau, in dieselbe Kerbe. Seit dem 30. März läuft das Referendum gegen den Abbau bei der Arbeitslosenversicherung. Während Jahren haben die Arbeitnehmenden ihre Beiträge an die Arbeitslosenversicherung bezahlt. Aber jetzt, wenn mehr und mehr Menschen ihren Job verlieren und wirklich auf die Versicherung angewiesen sind, will die bürgerliche Mehrheit im Parlament und im Bundesrat die Leistungen kürzen. "Gerade in einer Zeit der Krise sind wir auf den Schutz unserer Sozialversicherungen angewiesen - ein Abbau ist unfair und kommt nicht in Frage", schloss Abegg ihr Referat. (sg/kem)

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