Birr

Gelungener Herbstanlass lockte viele Besucher an

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Auf dem Neuhof in Birr fand am Samstag, 19. Oktober zum 6. Mal der Herbstmarkt statt. Dieses Jahr führte die Gärtnerei unter fachkundiger Anleitung von Hans Jörg Schilliger zum 1. Mal eine Chabishoblete durch und lässt damit, eine alte Tradition wiederaufleben.

Für die älteren Marktbesucher ist die traditionelle Herstellung von Sauerkraut nichts Neues. Sie berichteten gerne wie sie früher jeweils selbst für die ganze Familie Kabis einmachten. Die jüngeren Generationen übten sich meist erstmalig an den Hobeln aus dem Montafon. Bereits kurz nach 9 Uhr liefen die ersten neugierigen Besucher schnurstracks in das Gewächshaus. Sie kamen mit Kilo-Gläsern eingemachtem Kabis, bereichert und begeistert zurück. Während die Erwachsenen das Hobeln übernahmen, kneteten die Kinder vergnügt und sinnlich den Kabis zusammen mit dem Salz bis er genügend saftig war, um mit den Gewürzen in die Gläser abzufüllen. Unterstützt wurde die Gärtnerei vom Landfrauenverein Birr-Lupfig.  

Der Markt setzte sich aus bereits bekannten, aber auch neuen externen Ausstellern sowie Produkten der Werkstatt für Berufsvorbereitung des Berufsbildungsheims Neuhof zusammen. Von Schmuck, über Bilder, diversen Handarbeiten, Holz- und Tonwaren, Most und Konfitüren gab es allerlei zu sehen und zu kaufen. Ein Blickfang war das Glasfusing direkt vor der Kaffeestube. Dort hatten die Neuhöfler ganztags alle Hände voll zu tun. Auch die Festwirtschaft, betrieben von der Gastronomie Neuhof, erfreute sich grosser Kundschaft und verwöhnte die «Chabisimacher» und Markbesucher mit Kürbis-Risotto und -Cremesuppe, einer Schlachtplatte und Bratwürsten vom Neuhof Bio Säuli. Letztere waren im Nu ausverkauft. Im Neuhof-Märt gab es nebst Herbstflor und schönen Gestecken eine Kinderbastel-Ecke, welche die Kinderherzen höherschlagen liess. Das mehrheitlich trübe und regnerische Wetter kümmerten die Besucher dank dem überdachten Areal nicht. Im Gegenteil, so stand einem entspannten Stöbern, Einkaufen und Hobeln nichts im Wege. Die Besucher waren begeistert vom umfangreichen Angebot und bereuten nicht selten, dass sie nicht mehr Zeit für den Besuch eingerechnet hatten. Das Neuhof-Team erfreute sich über die hohe Besucherzahl.

Ob einem Sauerkraut nun schmeckt oder nicht, das Hobeln bereitete allen Spass. Ein Erlebnis für Gross und Klein – und das hoffentlich nicht zum letzten Mal. Denn Selbstgemachtes gewinnt wieder an Wichtigkeit und Interesse. Von den 150kg Kabis blieb kein Kopf übrig. Die eingemachten Gläser können nach sechs Wochen Gärung geöffnet und gekocht werden oder eignen sich ideal als Weihnachtsgeschenke.

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