Oberkulm

Gekonntes Feuerwehrhandwerk

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Gleich drei Veranstaltungen führte die Jugendfeuerwehr Mittleres Wynental in der vergangenen Woche durch: Ein Informationsnachmittag für die Viert- und Fünftklässler, eine Einsatzübung mit Personenrettung sowie einen Besuchstag für Interessierte. Dabei zeigten die jungen Feuerwehrleute eine eindrückliche Leistung.

Bereits am Nachmittag des 11. Aprils hatten die Schülerinnen und Schüler der vierten und fünften Klassen die Möglichkeit, viel über Brandprävention, Brandbekämpfung, die Arbeit der Feuerwehr und die Leis-tungen des Samaritervereins zu lernen. An verschiedenen Posten konnte das Element Feuer und die damit verbundenen Gefahren hautnah erlebt werden. Es galt einen Friteusenbrand zu ersticken, eine Wärmebildkamera wurde vorgeführt und nicht zuletzt stand das Tanklöschfahrzeug auf dem Schulhausplatz und konnte von aussen und innen inspiziert werden. Die Mutigen durften sich dann gar an die Druckleitung wagen und einen Löschversuch starten. Der Samariterverein unterstützte den Anlass und zeigte die richtige Lagerung Verletzter sowie die korrekte Erstversorgung von Wunden.

Einsatzübung für die Jugendfeuerwehr
Nach dem Informationsnachmittag startete die sehr praxisnahe Einsatz-übung für die jungen Feuerwehrleute. Es galt einen fiktiven Autobrand zu löschen, die Bergung Verletzter aus dem brennenden Schulhaus durchzuführen und die effiziente Brandbekämpfung. Ein Schnellangriff auf das Feuer mit einer Leitung ab Tanklöschfahrzeug war aufzubauen und Personen aus den obersten Stockwerken des Schulhauses mussten gerettet werden. Zu diesem Zweck fuhr auch die Autodrehleiter aus Menziken auf dem Unterkulmer Übungsplatz ein. Unterstützt wurde die Jugendfeuerwehr durch den Samariterverein Kulm, die Jugendfeuerwehr Suhr, die Stützpunktfeuerwehr Menziken und die Feuerwehr Mittleres Wynental. Übungsleiter Daniel Battaglia zeigte sich sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.

«Bei der Jugendfeuerwehr werden nicht nur Leitern gestellt»
Die Jugendfeuerwehr Mittleres Wy-nental besteht seit dem Jahr 2006 und einige Mitglieder konnten bereits ins reguläge Corps der Feuerwehr übernommen werden. Auf spielerische Art und Weise lernen die Jugendlichen ab 10 Jahren das Feuerwehrhandwerk, entwickeln sich von Einzelkämpfern zu Teamplayern und man merkt schnell, dass hier Spiel, Spass, «Action» sowie eine sinnvolle Aufgabe eine optimale Kombination darstellen. Ihr Können zeigten die  Jungs und Mädchen am Samstag-nachmittag am Besuchstag der Jugendfeuerwehr. Viktoria Müller hatte sich einen Parcours einfallen lassen, den sie für die Zuschauerinnen und Zuschauer auch gleich kommentierte, während ihn die Mannschaft trotz Zeitdruck präzise und konzentriert absolvierte. «Wir legen sehr grossen Wert auf praxisnahe Übungsaufgaben», erklärte Jugendfeuerwehrleiter Ruedi Müller, «denn nur mit dem aufstellen von Leitern kann man die Jugendlichen heute nicht begeistern». Dass der Anspruch an die Übungen hoch ist, zeigte eine Präsentation einer von Daniel Brändli und Matthias Nöthiger geplanten Rettung, welche die jungen Feuerwehrleute vor einigen Monaten mit Bravour durchführten. Daneben nimmt die Jugendfeuerwehr Mittleres Wynental auch an kantonalen und schweizerischen Meisterschaften teil und gehört heute im Kanton Aargau zu den Spitzenmannschaften.

Keine Ernstfälle für Jugendliche
Übrigens darf die Jugendfeuerwehr ausschliesslich für ungefährliche Ereignisse eingesetzt werden. Die Jugendlichen lernen zwar das Feuerwehrhandwerk, werden aber niemals in einem Ernstfall eingesetzt.

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