Mit der zunehmenden Mobilität werden nicht nur Viren über die ganze Welt verbreitet, sondern immer rascher auch Pflanzen und Tiere. In den Gärten mögen Pflanzen aus fernen Ländern wie das Drüsige Springkraut oder die Kanadische Goldrute wunderschöne Farbtupfer sein. Einige davon können sich jedoch explosionsartig über die Gartenzäune hinaus in umliegende, naturnahe Lebensräume ausbreiten. Dies ist in den vergangenen Jahren z. B. an den Ufern der Wyna in beängstigendem Ausmass zu beobachten. In der Fachsprache  werden solche Pflanzen „Invasive Neophyten“ genannt. Unsere einheimischen Lebensgemeinschaften sind nicht auf invasive Neophyten vorbereitet Deshalb können sich diese ungehindert vermehren und die natürlich vorkommenden Arten überwuchern und verdrängen. Zudem können sie die Gesundheit von Mensch und Tier gefährden und Anlagen, z.B. für den Hochwasserschutz und den Verkehr, beeinträchtigen oder gar zerstören.

Am Freitag, 8. März 13 lädt der Natur- und Vogelschutzverein Gränichen alle Natur- und Gartenfreunde zu einem Referat zu diesem brennenden Thema ein. Ruth Weber, Pflanzenfachfrau und Neophytenbeauftragte des Naturama, wird in ihrem Vortrag auch aufzeigen, was der Einzelne zur Problembekämpfung beitragen kann. Beginn ist um 19:30h im Restaurant Löwen in Gränichen.