Für einen fairen Bodenschatzabbau in Afrika

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Brown Motsau spricht in Windisch

Am „Brot für alle"-Gemeindeabend war am letzten Freitag im Kirchengemeindehaus in Windisch Brown Motsau aus Südafrika zu Gast. Als Vertreter der Bench Marks Foundation informierte er im Rahmen des diesjährigen Mottos „Des einen Schatz, des andern Leid - Bodenschätze und Menschenrechte" über den Bergbau und seine Auswirkungen auf die Bevölkerung in seiner Heimat. Während wir im reichen Westen vor allem profitieren vom Abbau von Gold oder Kobalt und auf unsere Mobiltelefone, Computer und Fernseher nicht verzichten möchten, leidet die einheimische Bevölkerung oft unter den unmittelbaren Auswirkungen eines verantwortungslosen und  nur auf Profit ausgerichteten Vorgehens: Der Boden ist unfruchtbar, Bäche und Flüsse und oft auch das Grundwasser sind vergiftet und die Häuser durch die seismischen Auswirkungen der Sprengungen beschädigt oder gar zerstört. Die Bench Marks Foundation, die unabhängig von Regierung und Industrie und dank der Spendengelder kirchlicher Organisationen das Geschehen vor Ort beobachtet, will die einheimische Bevölkerung befähigen, sich zur Wehr zu setzen. Das geschieht vor allem durch Schulung. Die Leute werden befähigt, ihre Erfahrungen aufzuschreiben und mit Hilfe moderner Kommunikationsmittel wie dem Internet zu verbreiten. Über eine Facebook Gruppe sollen wir Endverbraucher Gelegenheit erhalten, mit den Leuten direkt in Kontakt zu treten, die an unserer Stelle leiden. Brown Motsau sieht die segensreichen Auswirkungen des Bergbaus durchaus, nicht zuletzt auch dadurch, dass er den Einheimischen Arbeitsplätze bietet, aber an Stelle von rücksichtloser Gewinnmaximierung soll ein verantwortungsvoller Abbau der Bodenschätze treten, der auf Umwelt und Bevölkerung Rücksicht nimmt.

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