Lenzburg und das Seetal sind attraktiv. Je nach Prognose wird die Bevölkerung weiter massiv zunehmen. Wenn man nicht will, dass unbeschränkt weitere Fruchtfolgeflächen geopfert werden, dass weitab vom ÖV die Hallwilerseelandschaft überbaut wird und dann alle auf ihrem Weg nach Zürich mit den Autos die Strassen verstopfen, dann muss man bereit sein, auch in Lenzburg ein gewisses Bevölkerungswachstum zu akzeptieren. Dieses findet auch seit einigen Jahren in Lenzburg statt, in Fuss- und Velodistanz zum Bahnhof und wäre daher grundsätzlich zu begrüssen. Leider hat diese Verdichtung auch Kehrseiten. Erholungsräume für Mensch, Tiere und Pflanzen gehen verloren, es wird immer grauer.

Es braucht darum Korrekturen. Das ‚Restgrün‘ muss geschont und qualitativ aufgewertet werden. Daher haben die Grünliberalen mit ihrem Konzept Gartenstadt Lenzburg fünf Ziele formuliert, wo es Massnahmen braucht: Es sind dies (1) mehr Bäume im Siedlungsgebiet, (2) begrünte Gebäude und ‚urban mining‘, (3) einheimische Pflanzen, statt Exoten, (4) Sicherung der Grünräume in Bauordnung und Zonenplan sowie (5) weniger Asphalt.

Am Samstag, 19. Oktober, von 16-18 Uhr (Treffpunkt Dampfwalze Ammerswilerstrasse) organisiert die glp Lenzburg eine Begehung von einigen besseren und schlechteren Beispielen von neuen Umgebungsgestaltung. Verschiedene Referenten schildern ihre Konzepte, zudem gibt es einen Einblick in den sich im Aufbau befindenden Städtischen Baumkataster und das Projekt Baumtrilogie 2014. Leitung Daniel Fischer, Präsident GLP Stadt Lenzburg. Eintritt frei.