Die Wölfe der Pfadi Rinau bauten eine Altholzbeige für Insekten und Reptilien auf dem Berg. Die Pfadfinder halfen dem Natur- und Vogelschutzverein Kaiseraugst (NVVK) beim Vorbereiten der Lienerthalde für den Empfang der Galloway Rinder.

Schon fast ist er zur guten Tradition geworden, der Einsatz der Pfadfinder und Wölfe zu Gunsten des NVVK und der Kaiseraugster Natur. Am Samstag, den 13. März trafen die Wölfe Thomas Bolinger auf dem Berg. Der Olsberger Bauer zersägte mit der Motorsäge Altholz im Wald beim Zankholzgraben. Kaum waren die kleinen Stämme zu tragbaren Stücken zerkleinert, stürzten sich die Wölfe förmlich auf sie. Jedes Mädchen und jeder Knabe wollte das grösste Stück aus dem Wald tragen und auf den bereitgestellten Traktoranhänger laden. Es war eine Freude der einsatzfreudigen, aufgeweckten Schar zuzuschauen. Im Nu war der Anhänger voll. Dann ging's zurück zur Hecke neben der grossen Eiche. So schnell wie der Wagen geladen war, so schnell wurde jetzt eine Altholzbeige auf der Sonnenseite der Hecke aufgeschichtet. Eine zweite Wagenladung war bald bereit und die Beige bald doppelt so hoch. Zum Schluss wurde eine Foto der ganzen Gruppe und ihrem Werk geschossen. Thomas Bolinger war so zufrieden, dass er einen schönen Betrag für die Abteilungskasse spendierte.

Aber der Einsatz war noch nicht zu Ende. Die Wölfe zogen vom Berg zur Lienerthalde, wo die Pfadfinder in der Zwischenzeit beinahe alle Äste der geschnittenen Kirsch- und Zwetschgenbäume zusammen gelesen und auf zwei Haufen aufgeschichtet hatten. Hier halfen die Wölfe, die letzten Zweige zusammen zu tragen und die Wiese von kleinerem Material zu säubern, während die Pfadfinder sich jetzt der grossen und schweren Äste annahmen, welche der Förster vor ein paar Wochen von den alten, halb verfallenen Bäumen gesägt hatte. Nur die Stämme diese Bäume blieben noch stehen. Sie sollen den in Höhlen brütenden Vögeln als Nistmöglichkeit dienen. Nach drei Stunden war das Werk vollendet und die Lienerthalde von allen Ästen gesäubert.

Im nahen Wald entfachten die Pfadfinder rasch ein Feuer, an welchem sie die vom NVVK spendierten Chlöpfer brieten und danach genüsslich verspeisten. Müde von der anstrengenden Arbeit aber zufrieden verabschiedeten sich die Wölfe und Pfadfinder von den Mitgliedern des Natur- und Vogelschutzvereins. Diese hatten den ganzen Nachmittag Brombeersträucher auf der Lienerthalde ausgegraben. Ihr Werk war noch nicht vollendet. Es brauchte noch einen weiteren Arbeitseinsatz von sechzehn Vereinsmitgliedern, bis alle Sträucher entweder ausgegraben oder mindestens zurück geschnitten waren. Jetzt ist die Lienerhalde wieder bereit für den Empfang der Galloway Rinder. (pfü)