Schlossrued

Fritz Berchtold zur Faszination Bolivien

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Kulturkommission Schlossrued lud ein

Die Kulturkommission Schlossrued läbt lud zum Reisebericht von Fritz Berchtold ein und 70 Besucherinnen und Besucher erlebten Genuss und Kultur pur. Der Abend wurde mit einem von Daniel Hunziker, Kellerei St. Georg in Schöftland offerierten Apéro in der von Barbara Weber und Edina Lauzon liebevoll herbstlich dekorierten Aula eröffnet. Bolivien war das Ziel einer Reisegruppe und Fritz Berchtold traf mit seinem Erlebnisbericht mitten ins Herz der interessierten Besucher. Das südamerikanische Land mit einer Fläche von 1,100,000 km2 und rund 10 Millionen Einwohnern (Schweiz rund 40‘000 km2 und 7 Millionen Einwohner) hat seinen Meeranstoss an den Pazifik an Chile verloren. Der tiefste Punkt liegt am Rio Paraguay bei 90 Meter über Meer, der Nevada Sajamaro ist mit 6‘542 Meter die höchste Erhebung. Der Besucher kann sich in die unendlichen Weiten des Amazonasgebietes oder in das Hochland begeben. Die Unterschiedlichkeit der Landschaft und die Vielfalt an Fauna und Flora machen aus dem Binnenland Bolivien ein wunderbares und faszinierendes, aber armes Land. „Einheit ist die Stärke" steht über den Feierlichkeiten 200 Jahre Unabhängigkeit von Spanien und mit diesem Slogan verbinden sich die Würde des Volkes und der Wille zur Selbstbehauptung.
Die von Fritz Berchtold gezeigten Bilder machten deutlich, dass der Ausdruck „Bolivien - Mekka der Bergsteiger" mehr als zutreffend ist. Schon der Landanflug auf fast 4100 Meter Höhe zeigt, dass eine langsame Akklimatisierung nötig war. Die Kälte und die teils unwirtlichen Gegenden forderten von der Gruppe einiges ab, sie wurde aber tausendfach belohnt mit einmaligen Gipfelerlebnissen, unvergesslichen Sonnenaufgängen und Abendstimmungen.
Bevor es in die Berge ging folgte die Gruppe den Spuren von altem Indianerbrauchtum und erkundeten den Titicacasee, der 15 mal grösser ist als der Bodensee, die Sonneninsel, auch die Heilige Insel genannt, die einst nur der höher gestellten Volksschicht zugänglich war und natürlich auch den Regierungssitz La Paz.
Höhepunkte der Reise waren die Gipfelbesteigungen des Huayna Potosi 6088 m und des Sajama 6542m, des höchsten Berges in Bolivien. Aufgrund eines Schneesturmes, konnte das letzte Ziel, der 6348 m hohe Parinacota, nicht erreicht werden. Die Bergsteiger mussten schweren Herzens auf 5900 m umkehren, denn nebst Höhentraining, guter Kondition und Willen ist auch das Wetterglück für eine erfolgreiche Besteigung Voraussetzung.

Eines wurde klar: Fritz Berchtold lebt auf seinen Expeditionen mit dem Zielland, seiner Bevölkerung und nimmt die Natur und Landschaft in sich auf. Ähnlich erging es den Besuchern in der Aula, die beim anschliessenden Imbiss noch vieles vom erfahrenen Berggänger wissen wollten. Von diesem Abend profitiert auch die Schürmatt in Zetzwil. Daniel Hunziker von der Kellerei St. Georg spendet den Erlös aus der Weindegustation dieser Stiftung, wie Urs Riedo als Moderator des Abends bekanntgeben durfte. (vik)

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