Frauenturnvereinsreise Othmarsingen

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Reisebericht

Voller Reiselust und mit Sack und Pack waren kürzlich 15 Frauen frühmorgens bereit zur zweitägigen Vereinsreise. Die dunklen Wolken begleiteten uns vorerst via Zürich, Chur, Filisur und bei schönstem Wetter stiegen wir in Davos-Glaris aus dem Zug.

Die Rinerhornbahn führte uns auf 2050m Höhe, hier gabs endlich den langersehnten Kaffee, auf den alle gewartet hatten. Bei idealem Wanderwetter marschierten wir los

Richtung Aebirügg, die etwas Ehrgeizigeren nahmen die Wanderung via Hubel in Angriff. Bereits hier kamen Zweifel auf ob wir uns definitiv Ueberschätz hatten, denn die Zeitangabe stimmte mit unserer Wanderzeit überhaupt nicht überein. Mit etwas Verspätung erreichten auch wir Aebirügg, wobei die Geniessergruppe an schönster Aussichtslage bereits das Picknick genoss. Unsere Anstrengung wurde mit demselben belohnt.

Anschliessend gings gemütlich weiter, durch herrliche Alpenweiden, zwischen

Kühen und Fladen, verwurzelten Bäumen, es gelangten alle nach einem zweistündigen Marsch zum Hotel in Sertig Sand. Kurz nach unserem Eintreffen öffnete Petrus die Schleusen und es goss kurze Zeit wie aus Kübeln, also unser Timing war perfekt. Leid tat uns nur die Hochzeitsgesellschaft, denn der vorbereitete Apèro im Freien musste fluchtartig ins innere vom Hotel verlegt werden. Zudem

hatte die Braut und ihre Helferinnen mit der langen Schleppe sichtlich Mühe.

Schnell war unser Vierstern-Massen-Lager eingerichtet, bis zum Nachtessen blieb

noch genügend Zeit zum Sertigfall zu schlendern. Von zuverlässiger Quelle haben wir erfahren, dass das getrunkene Wasser vom Sertigfall auf den Mensch wie ein Jungbrunnen wirken soll, Klar, dass wir vom Frauenturnverein unsere sämtlichen

Trinkflaschen auffühlten. Zurück im Hotel sahen wir eine zweite Hochzeitsgesellschaft, nun war es definitiv, dass man hier bestimmt gut Essen kann. Unser Nachtessen war ein Genuss! Einzig das Dessert machte uns Kopfzerbrechen, beim genaueren Hinschauen hatten alle eine blaue Zunge. Besorgte Damen dachten, nun hat die Blauzungenkrankheit die Schweinegrippe abgelöst. Die Diagnose wurde schnell erstellt, das Heidelbeerdessert war die Ursache. Gottlob!

Die Lachmuskeln wurden deswegen arg strapaziert.

Nach kurzer Nacht hiess es aus den Federn. Ein super Frühstück, das keine Wünsche offen liess, erwartete uns. Trotzdem drängten die Reiseleiterinnen zum Aufbruch. Die Geniesserinnen marschierten relativ flach den Weg nach Clavadel, erreichten den Bus nach Davos-Platz. Anschliessend schwebten sie mit der

Luftseilbahn aufs Jakobshorn und genossen einen wahnsinnigen Rundblick.

Die zweite Gruppe wanderte stetig bergan Richtung Jakobshorn, ein eindrückliches

Gebirgspanorama begleitete uns Wandervögel. Beim Stadlersee an schönster

Aussichtslage trafen alle zusammen, wenig Zeit später verweilten wir beim

Picknick, ohne dabei ausser Atem zu kommen.

Gemeinsam marschierten wir zur Jakobshornbahn und die Gondel brachte uns zur

Jschalp, wo wir uns einer Glace erfreuten.

Die letzte Etappe nach Davos-Platz erreichten einige per Bahn, die Anderen zu Fuss.

Nach kurzem Aufenthalt in Davos hiess es leider schon wieder den Heimweg antreten. Via Landquart, Zürich trafen alle wohlbehalten daheim in Othmarsingen ein.

Unseren beiden Reiseleiterinnen ein herzliches Dankeschön für die Organisation.

E. Meier

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