Was bedeutet uns Weihnachten? Kerzen anzünden, Frieden, Familie und Guezliduft? Oder Hektik, Geschenke einkaufen und Familienkrach? Wer kennt sie nicht, die zwiespältigen Gefühle, die uns am Weihnachtsfest begleiten. Nicole Häfeli, reformierte Pfarrerin in Bad Zurzach, regte die Zuhörerinnen an, über das eigene Weihnachtsbild nachzudenken. Es erfolgte ein reger Austausch über die Bräuche und Rituale in der dunklen Jahreszeit. Gehört bei der einen der Besuch eines Krippenspiels unbedingt zur Adventszeit, kommt bei der anderen das Weihnachtsgefühl beim Dekorieren. Wieder andere würden niemals auf Adventsgeschichten oder das Guezlibacken verzichten. Zum Schluss gab Nicole Häfeli einen Überblick über die historische Entwicklung des Christfests. Ursprünglich aus dem Alten Persien, wurde das Fest der Wintersonnenwende von den Römern übernommen. Im Zuge der Christianisierung wurde das Datum der Geburt Jesu auf das bereits bestehende Lichterfest gelegt, damit die Heiden einen besseren Zugang zum Chrisentum finden konnten. Krippen tauchten ab dem 11. Jahrhundert auf und wurden dann im 18. Jahrhundert vom immergrünen Tannenbaum als Symbol der Ewigkeit verdrängt. Den interessanten Ausführungen folgten die Frauen gespannt. Auch im neuen Jahr geht der Frauenmorgen im ökumenischen Begegnungszentrum Trotte in Rekingen weiter. Die Daten sind festgelegt und an den Themen wird fieberhaft gearbeitet. Auf www.frauenmorgen.ch kann man sich laufend über das Programm informieren. (Mzi)