Wettingen

Fraktionsbericht: glp setzt sich für eine echte Verbesserung der Kinderbetreuung ein

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Die Sanierung der Unteren Landstrasse für teure Fr. 10.93 Mio. hat zu Diskussionen in der glp Fraktion geführt. Es gibt noch offene Fragen, die an der Einwohnerratssitzung geklärt werden sollten, u.a. ob schon konkrete Bauprojekte geplant sind. Auch wurde die Dringlichkeit in Frage gestellt, und ob sich nicht eine provisorische Sanierung (Belag & Leitungen) bis zum Bau der Limmattalbahn anbieten würde. Erfreulich ist, dass es neu einen markierten Veloweg geben soll. Ob dieser mit der geplanten Verbreiterung um einen halben Meter aber überhaupt sinnvoll realisiert werden kann, blieb der Fraktion ein Rätsel.

Bei der Frage nach dem Grünstadtlabel wird sich die glp Fraktion enthalten. Das Label tönt insgesamt gut und es wäre ein klares Bekenntnis der Gemeinde zu der im Leitbild angestrebten Begrünung. Uns stört jedoch der grosse Verwaltungsaufwand für die Zertifizierung und die Kosten für die wiederkehrende Rezertifizierung. Die glp Fraktion möchte lieber bei der anstehenden Teil-/Totalrevision der BNO (Bau- und Nutzungsordnung) grüne Pflöcke einschlagen.

Die glp Fraktion setzt sich weiter für eine echte Verbesserung der Kinderbetreuung ein. Alle Fraktionen und der Gemeinderat wurden für Gespräche betreffend unseren Motionen kontaktiert. Eine parteiunabhängige IG familienfreundliches Wettingen hat sich gegründet. Das Angebot hat sich verbessert, ist aber noch zu wenig verlässlich, insbesondere im Kindergartenalter. Es führt nach wie vor dazu, dass es Eltern gibt, die aufgrund des aktuellen Systems -  schlechtes Anmeldeprozedere, zu wenig Betreuungsplätze, keine systematische Bedarfsermittlung - nicht arbeiten gehen. Die Antworten des Gemeinderats erwecken den Eindruck, dass alles stimmig sein könnte. Die Petitio sowie weitere Interaktion der IG familienfreundliches Wettingen mit der Bevölkerung ergeben hingegen ein anderes Bild. Unzufrieden sind wir mit der Antwort des Gemeinderats: „Wettingen habe und wolle bewusst keine Strategie für die Betreuung im Schulalter.“ Die zugehörigen Diskussionen werden mehrheitlich auf einer Ebene geführt, die die Vorteile einer «guten» Vereinbarkeit - soziale und finanzielle Gleichstellung, weniger Sozialkosten, etc. – ausklammern. Investitionen werden als Kosten betitelt und Wachstum als Mehrkosten ausgelegt. Wir finden, dass Wettingen die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und vorwiegend weibliche Arbeitskräfte nicht unnötig zurückbinden, im Gegenteil, sich ob deren Steuerkraft freuen sollte. Wir verlangen eine fundierte Reflexion darüber, was bedarfsgerecht und Vereinbarkeit unterstützend für Wettingen als Dienstleister bedeutet. Eine Anleitung zur Definition, ohne Garantien und Zwänge, aber mit Klarheit für die Eltern, bietet sich als Anfang dafür an. Ziel wäre, dass jede Familie das für sie stimmige Familienmodell frei wählen kann. Das wäre für uns liberal, wirtschafts- und familienfreundlich. Wir sind erfreut, dass der Gemeinderat mindestens unsere zweite Motion betreffend Angebot und Anmeldeprozedere der Kinderbetreuung als Postulat entgegennehmen möchte.

Für die glp Fraktion: Orun Palit, Einwohnerrat

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