Ohne Zweifel profitiert Windisch von den Arbeiten der Stiftung Vision Mitte in hohem Masse. Trotzdem kommt die SP nicht darum herum, den neuen Verpflichtungskredit abzulehnen. Es geht immerhin um 93'000.- Fr; für Windisch – wenn man sich an die harte Budgetdiskussionen erinnert – um nicht wenig Geld. Mehrmals wurde von der FiGPK wie auch von verschiedenen EinwohnerrätInnen mehr Transparenz (umfassende Angaben zu den Teilkrediten / Gesamtübersicht über Aufwand und Ertrag) verlangt, bisher vergebens.

Hoch erfreut ist die SP, dass der Aaresteg, der von der SP immer verlangt wurde, jetzt umgesetzt werden soll. Auch wenn die 200'000.- Fr. kein Pappenstiel sind und vor allem der betriebliche und bauliche Unterhalt die Gemeinde Windisch noch länger belasten werden, ist das Projekt wichtig und die Finanzlast für die verschiedenen Partner ausgewogen.

Der Erschliessungskredit für die Bachmattstrasse ist ohne Zweifel notwendig. Gar nicht einverstanden ist die SP jedoch mit der geplanten Fusswegführung. Immerhin ist dies eine der zentralen Fusswegverbindungen für Schüler. Muss wieder einmal ein tragischer Unfall passieren, bis die Gemeinde aktiv wird? Die SP verlangt eine klare Entflechtung (kreuzungsfrei) der verschiedenen Verkehrsträger. Dies ist ohne weiteres möglich.

Zusammenschlüsse von Gemeinden werden immer aktueller. In verschiedenen Gemeinden (Schenkenberg, Eigenamt, Brugg/Umiken) laufen intensive Gespräche. Windisch steht aussen vor der Tür und wartet ab, obwohl gerade für die finanzschwache Gemeinde Windisch diese Diskussion zentral ist. 2006 wurde von Brugg und Windisch darauf hingewiesen, das Vorhaben Fusion im Jahre 2009 wieder aufzunehmen. Aus Sicht der SP ist es wichtig und dringend, die engere Zusammenarbeit mit andern Gemeinden nicht zu verschlafen. Dabei ist nicht nur der Blick nach Norden gefragt.

Dass die Gemeinde Windisch trotz prekärer Finanzlage nicht am kantonalen Finanzausgleich partizipieren kann, ist stossend. Die Motion der SP ist dringend und kommt zum richtigen Zeitpunkt. Die Diskussionen um das neue Gesetz laufen im Grossen Rat. Die finanzschwachen Gemeinden müssen sich gemeinsam einsetzen, dass die pro Kopf Steuerkraft im neuen Finanzausgleichsgesetz ein tragender Faktor wird. (rca)