Carmen Suter, Präsidentin der Forstbetriebskommission, begrüsste an diesem herbstlichen Nachmittag rund 200 Anwesende zur feierlichen Eröffnung des Forstwerkhofs Suhret in seiner heutigen Form. Sie erläuterte den Weg von den zwei Werkhöfen Spittel und Suhret, beide Baujahr 1981 bzw. 1985 zur sogenannten Einstandort-Lösung wie sie heute besteht. Die Bauherrschaft und Waldeigentümer, die Ortsbürgergemeinden Buchs und Suhr,  haben an den Gemeindeversammlungen im Herbst 2013 einen Baukredit von einer Million gesprochen. Dies als klares Bekenntnis zum eigenen Forstbetrieb und als Investition in eine zeitgemässe, zukunftsorientierte Betriebsinfrastruktur. Gleichzeitig wurde auch die Voraussetzung geschaffen, am Waldeingang Dienstleitungen wieder näher am Bürger und Kunden und anzubieten.

Als dritter Vertragspartner war Rohr (ab 2010 Aarau) seit 40 Jahren am vorbildlichen   gemeinsamen Forstbetrieb Suhr-Buchs-Aarau(Rohr) beteiligt. An der Investition zum Um- und Erweiterungsbau wollte sich Aarau nicht beteiligen und hat gleichzeitig den seit 1972 bestehenden Zusammenarbeitsvertrag per Ende 2016 gekündigt.

So haben als Bauherrschaft die Ortsbürgergemeinden Buchs und Suhr die weiteren Schritte unternommen. Im Juni 2015 fand der Spatenstich statt und ein Jahr später erfolgte der Bezug des neuen Standorts.

Architekt Jörg Kissling von Hutmacher+Kissling Architekten Buchs, erläuterte den Anwesenden anschliessend das Projekt. Die Vorgaben waren klar umrissen, einerseits betreffend Budget, andererseits vom Perimeter her, nämlich einem Grundstück im Wald. Dazu der Anspruch „Etwas Schönes“ am Waldeingang zu errichten. Es galt das bestehende Werkhofgebäude mit den zwei Anbauten Bürotrakt und Holzhalle zu einer Einheit zu verbinden und alle räumlichen Anforderungen zu erfüllen. Er bedankte sich für die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Baukommission/Forstbetriebskommission welche dem Betriebsleiter und dessen Mitarbeitern viel Mitspracherecht und Vertrauen bei der Umsetzung des Projekts übertragen hat. Bei der Auswahl der Handwerksbetriebe hat die Baukommission ausnahmslos ortsansässige oder regionale Unternehmen beauftragt.

Besonders zu erwähnen ist der Aspekt Holz bei diesem Bau. Schweizer Holz – genauer Douglasien und Weisstannen aus dem eigenen Forst sind die Baustoffe der eindrücklichen Brennholz-Lagerhalle. Die Holzbaufirma Zubler hat diese in Zusammenarbeit mit dem Forstpersonal errichtet. Vermutlich für alle Beteiligten ein einmaliges Erlebnis. Die Lärchenholz-Lattung, Lärchen aus dem eigenen Wald, bildet dann das verbindende Element an der Fassade des Anbaus und der Dachverkleidung am Altbau sowie der neuen Holzhalle. Jörg Kissling dankte nochmals allen am Bau Beteiligten, besonders der Bauherrschaft, mit welcher er die Zusammenarbeit sehr angenehm erlebt hat.

Beat Schertenleib von der Elektro Müller AG in Buchs bedankte sich stellvertretend für alle beteiligten regionalen Handwerksbetriebe bei der Bauherrschaft für den Auftrag und das Vertrauen. Er freute sich, dass der Bau konsequent mit regionalen Handwerksbetrieben vollendet wurde und nachhaltig investiert wurde. Als Dank überreichte er dem Förster Werner Lutz einen grosszügigen Gutschein einer Buchser Catering-Firma für ein Mitarbeiter-Fest.

Werner Lutz, Förster und Betriebsleiter des Forstbetriebs und damit zukünftiger Hausherr schloss sich den Danksagungen gerne an. Er bedankte sich im Namen aller Mitarbeitenden des Forstbetriebs bei allen, welche an der Realisierung dieses Baus beteiligt waren, im Besonderen bei den beiden Ortsbürgergemeinden Buchs und Suhr.

Band Durchschneiden

Die beiden Präsidentinnen der Ortsbürgergemeinden Sonja Füllemann, Buchs und Carmen Suter, Suhr sowie Urs Affolter, Gemeindeammann Buchs und Vize-Präsident  der Forstbetriebskommission durchschnitten feierlich das Band und übergaben den Forstwerkhof somit offiziell seiner Bestimmung.

Führungen durch die neuen Räume

Anschliessend an den Festakt hatten die Besucher die Gelegenheit bei Führungen den Werkhof von innen zu sehen. Die gelungene Verbindung des modernen Anbaus für Büro und Sitzungszimmer, die umgenutzten und zweckmässig eingerichteten Räume im bestehenden Teil sowie der neu zur Mitarbeitergarderoben ausgebaute Dachstock. Im Anbau schmückten einige Naturfotografien der Buchser Fotografin Daniela Bonomi die Wände. Ebenso von ihr stammt das 2.50x 1.50m grosse Waldbild im Sitzungszimmer, welches eine Doppelfunktion mit Leinwand als Rückseite hat.

Sicher ein Blickfang ist die neu erstellte Holzhalle in Rundholzbauweise. Douglasien und Weisstannen aus dem eigenen Wald wurden zu Stützen, Pfetten und Sparren und bilden heute das eindrückliche Brennholzlager.

Architekt Jörg Kissling beantwortete vor dem Werkhof gerne noch Fragen zum Projekt, zu Ausgangslage und Kosten.

Festbetrieb

Der Waldumgang war aber gleichzeitig auch ein Fest. Die mehrfach erwähnte Holzhalle war an diesem 17. September die eigentliche Festhütte. Alfredo Russo, Suhr sorgte mit seinem Smoker für Event und kulinarisches Wohl der Besucher gleichermassen. Feines Schnitzelbrot mit Salat fand reissenden Absatz. Die Ortsbürger Suhr versorgten die Gäste derweil mit Getränken. Die jungen und junggebliebenen  Besucher konnten sich ihr Dessert an der Mohrenkopfschleuder gleich selbst erspielen, für alle standen natürlich zum Dessert wie immer die traditionellen und sehr beliebten Cremeschnitten bereit.

Bei Speis und Trank wurde bis in die Abendstunden hinein auf den neuen Forstwerkhof angestossen, gefachsimpelt und sich über einen gelungenen Meilenstein gefreut.