Küttigen

Fest auf Kirchberg – der neue Pfarrer ist da

megaphoneLeserbeitrag aus KüttigenKüttigen
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Die Gemeinde freut sich über Beat Hänggi, der seine Arbeit am 1. Mai aufgenommen hat.

Nach einer siebenmonatigen Übergangsfrist konnte am 3. Mai Pfarrer Beat Hänggi aus Kilchberg BL auf Kirchberg in sein Amt eingesetzt werden. Der bilderbuchhafte Frühlingsmorgen und der Wunsch, dem neuen Pfarrerehepaar einen herzlichen Empfang zu bereiten, führten Bibersteinerinnen und Küttiger in grosser Zahl wie auch viele Gäste auf den Kirchberg.

In seiner Begrüssungsrede äusserte Kaspar Germann, Präsident der Kirchenpflege, seine Freude darüber, dass das Pfarrhaus auf Kirchberg seit zehn Tagen wieder bewohnt ist und Pfarrer Beat Hänggi am 1. Mai rechtmässig sein Amt angetreten hat, was dieser mit der Trauung eines Hochzeitpaares am 2. Mai bereits bekundet hat.


Die Predigt von Pfarrerin Helene Widmer drehte sich um den so genannten Rangstreit unter den Jüngern, die Frage also, wer unter ihnen der Grösste sei (Matth. 18). Als Antwort rief Jesus ein Kind herbei um seinen Jüngern zu zeigen: Wer sich so wenig aufspielt wie ein Kind in seiner Natürlichkeit, der ist in der neuen Welt Gottes der Grösste. Jesus ist also der Meinung, dass sich Machtspiele erübrigen, wenn Menschen nach ihrer ureigenen Bestimmung leben, ihre Aufgaben dementsprechend erfüllen und für ihr Handeln die Verantwortung übernehmen, als sei dies das Natürlichste der Welt.

Mitten in der Predigt erschien vor den Augen der Anwesenden ein Mobile, gedacht als Symbol für die verschiedenen Aufgaben im Leben der Gemeinde, aber auch für die Zartheit des guten menschlichen Miteinanders. Es war der Gruss des Kirchberger Teams für den neuen Kollegen, der nach zehn Jahren Einzelpfarramt im oberen Baselbiet sich jetzt in ein Team eingliedern möchte. Ebenfalls symbolhaft wandte sich Pfarrer Hänggi selber an die Gemeinde, als er eine grüne Gärtnerschürze aus der Mappe zog und über den Talar band. Sie sei für ihn Ausdruck dessen, was Jesus seinen NachfolgerInnen aufgetragen hat: einander Diener sein. Er werde sich bemühen, diesen Dienst, den er als Versöhnungsauftrag versteht, sorgsam zu erfüllen. Er sehe sich weniger als Pfarrherr, denn als Pfarrknecht, auch wenn er in einem wunderschönen, klassizistischen Herrenhaus wohnen dürfe. Damit schloss er an die Betrachtung von Dekan Dan Holder an, der vor dem Akt der Einsetzung auf die Fusswaschung im Johannesevangelium, Kap. 13 hingewiesen hatte.
Warme Worte des Willkomms erhielt der neue Pfarrer anschliessend vom katholischen Amtskollegen Peter Gaida. Ein grosser Kreis von rund dreissig Gemeindegliedern nahm sodann Pfarrer Hänggi und seine Frau Monika in ihre Mitte. Sie überbrachten mit einer Rose die Grüsse aus dem noch viel grösseren Kreis all jener, die in unterschiedlichen Gruppen und Funktionen am Aufbau der Gemeinde beteiligt sind.

Auserlesene musikalische Beiträge, gespielt von der Organistin Margrit Wernli und dem jungen Violinisten Simon Frey, umrahmten die stimmungsvolle Feier. Zum zweiten Teil, dem ungezwungenen Zusammensein mit Apéro riche für alle und den Grussbotschaften von politischen Behörden und benachbarten Kirchgemeinden, geleiteten die Klänge der Küttiger Blasmusik, die die Festgemeinde auf dem Kirchplatz empfing.

Verena Mahler

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