Böttstein (Kleindöttingen)

Ferienpass Region Unteres Aaretal

megaphoneLeserbeitrag aus Böttstein (Kleindöttingen)Böttstein (Kleindöttingen)
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NUR SELBER FLIEGEN IST SCHÖNER

(HW-33) Im Rahmen des Ferienpasses hatten am vergangenen Samstag acht Jugendliche die Möglichkeit, unter kundiger Anleitung erste Erfahrungen im Modellflug zu sammeln. Zufriedene Gesichter bei allen Teilnehmern zeugten von einem gelungenen Nachmittag.

Wer hat nicht schon davon geträumt, ein Flugzeug selber steuern zu können, und sei es ein Modellflugzeug? Einige von ihnen haben sich am Flugsimulator des Computers versucht, aber das ist mit der Wirklichkeit kaum zu vergleichen. Das Modellflugzeug in Realität zu sehen, es 'begreifen' können - da kommt Freude auf. Ob all der virtuellen wieder einmal die reale Welt kennen zu lernen, das hat seinen eigenen Reiz.

Beim Treffpunkt in Leuggern, am Samstagnachmittag, sah es gut aus: strahlend blauer Himmel und Wind aus nördlichen Richtungen liessen auf gutes Flugwetter hoffen. So verschoben sich die Modellflugpiloten mit den sieben anwesenden, erwartungsvollen Jungen (Mädchen hatten sich leider keine gemeldet) zum Fluggelände oberhalb des Dorfes Böttstein. Der achte Pilotenaspirant, verspätet ob eines Terminirrtums, fand schliesslich selbst den Weg zum Modellflugplatz.

Kurze Einführung, lange Praxis

Damit die Teilnehmer eine Ahnung von den Gesetzmässigkeiten des Fliegens und von den Funktionen von Fernsteuerung und Modell bekamen, wurde eine kleine Einführung in den Modellflug gemacht. Danach verteilten sich die Jugendlichen gleichmässig auf die vier anwesenden, erfahrenen Piloten (alles Mitglieder des Modellflug Sportvereins Hotwings Klingnau). Zuerst erklärten die alten Hasen den jungen Hüpfern das Wie und Warum. Aber dann kam das, was die Anwesenden am meisten interessierte: das Fliegen. Wie aber zeigt man einem Anfänger das Modellfliegen, ohne dabei das Modell und die Nerven seines Besitzers zu ruinieren? Ganz einfach - man wendet die so genannte Lehrer/Schüler-Methode an. In anderen Worten: man verbindet zwei Fernsteuerungen mit einem Kabel, wobei der 'Lehrer' die Kontrolle behält, sie aber zwischendurch an den 'Schüler' abgeben kann. Gerät nun das Modell in eine kritische Fluglage, kann der 'Lehrer' den Schülersender übersteuern und das Modell wieder stabilisieren. Danach ist, sofern er die Nerven noch hat, wieder der Schüler an der Reihe. So kann selektiv eine Funktion des Modelles nach der anderen (Seiten-, Höhen-, Querruder und Motor) an den 'Schüler' übergeben werden, je nach Können und Interesse.

Die Schüler hatten sichtlich Freude an der Möglichkeit, selber ein Modellflugzeug steuern zu können. Während dem die einen sich mit den Tücken des Objektes herumschlugen, erfassten die anderen die Grundlagen relativ rasch und waren daher schon bald in der Lage, das fliegende Objekt unter Kontrolle halten zu können. Wie da die Augen zu leuchten begannen - liebe Eltern, verzeiht uns, wenn wir das Fliegervirus an Euren Nachwuchs übertragen haben .......

Zwischendurch zeigten verschiedene Mitglieder des MSV Hotwings Klingnau mit ihren Modellen (rasanten Elektroseglern sowie formgeschäumten Impellerjets) den Anwesenden, zu was heute Modellflugzeuge in der Lage sind. Gleichzeitig vermittelten sie einen Hauch der Möglichkeiten, die die Modellfliegerei heute bietet.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, wo mehrere Modelle Schaden nahmen, konnte die diesjährige Veranstaltung ohne Bruch zu einen erfolgreichen Ende gebracht werden.

Nach der Aufnahme eines Gruppenbildes fuhren die Teilnehmer wieder zurück nach Leuggern, wo die Jugendlichen von den Eltern übernommen wurden oder sich selbst auf den Heimweg machten.

Wer sich für den Modellflug interessiert, alt oder jung, ist eingeladen, am Freitag Abend, zwischen 19.30 und 21.30 Uhr, dem Baulokal des Modellflug Sportvereins Hotwings Klingnau, im Klingnauer Schloss, einen Besuch abzustatten. Dort ist auch zu erfahren, wer wann wo fliegen geht. Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage unter MSV-Hotwings.ch.

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