Behindertengerechte Bushaltestellen / Oberstufenschulhaus

Das Departement für Bau, Verkehr und Umwelt hat eine Beschwerde im Sinne einer Erwägung beantwortet. Es ging um die Baupraxis in Hunzenschwil und die Verweigerung der Behörden neue Bushaltestellen gemäss Gesetz zu erstellen. Im Entscheid wird unter anderem mitgeteilt: "Eine Prüfung in der genannten Form hat der Gemeinderat bis jetzt nachweislich nicht vorgenommen....." zur Argumentation meint das Departement: "Folglich sticht die vom Gemeinderat angeführte Argumentation in diesem Punkt ins Leere." Sämtliche Bushaltestellen ab dem Jahr 2004 hätten gemäss Behindertengleichstellungsgesetzt erstellt werden müssen.

Die Bushaltestellen müssen bis ins Jahr 2023 behindertengerecht erstellt werden. Bei einer richtigen Planung und der Einhaltung des Gesetzes hätten die nun entstehenden doppelten Kosten vermindert werden können.

Beim Gemeindehaus Hunzenschwil hat man nun einen behinderten Parkplatz erstellt. Leider entspricht dieser Parkplatz nicht der SIA Norm 500 und muss deshalb bis zum Jahr 2023 verlegt oder geändert werden. Auch diese zusätzlichen Kosten hätten bei richtiger Planung verhindert werden können.

Anfangs Jahr lag im Gemeindehaus das Baugesuch für das neue Oberstufenschulhaus auf. Es handelt sich dabei um die grösste Investition, welche Hunzenschwil in den letzten Jahren tätigen will. Dem Baugesuch fehlt der Energienachweis, der Schallschutznachweis, die Akkustik ist in den Musikzimmern nicht gewährleistet, die Angaben der Fensterflächen fehlen, die Höranlage gemäss IGGH im Gemeindesaal fehlt, das Meteorwasser wird in die Kanalisation eingeleitet obwohl ein geologisches Gutachten ein anderes Verfahren empfiehlt, der behinderten Parkplatz fehlt bei den Lehrerparkplätzen, das IV WC fehlt im Obergeschoss, zu kleine Schleusen beim Lift, die Sturzhöhe wird gemäss Bauordnung nicht eingehalten, die Lüftung in den Schulzimmern ist nicht gewährleistet, die Tiefgarage hat keine Entwässerung, geringe breite der Parkfelder, §45 grössere Parkierungsanlagen wird nicht eingehalten, usw.

Das Baugesuch wurde vom Gemeinderat am 04. Mai 2015 bewilligt. Dieses bewilligte Baugesuch entspricht wahrscheinlich nicht den gesetzlichen Anforderungen. Bei jedem Baugesuch einer privaten Person, wäre das Baugesuch zurückgewiesen worden. Der Kanton wird über die Baubewilligungspraxis von Hunzenschwil noch befinden.

In den Ausführungsplänen wurden einige Punkte geändert und zugleich haben sich zusätzliche Fehler eingeschlichen. Es ist zu rechnen, dass die Gemeinde mit hohen Nachtragskrediten rechnen muss. Vorallem werden schon in einigen Jahren versteckte Kosten auf die Gemeinde zu kommen. Die Einsicht einer Wirtschaftlichkeitsrechnung für die Tiefgaragen wurde mir verweigert. Obwohl der Gemeinderat anlässlich einer Gemeindeversammlung mit der Rentabilität der Tiefgarage argumentiert hat. Es kam heraus, dass der Gemeinderat die Wirtschaftlichkeit vor der entsprechenden Gemeindeversammlung NIE im Gemeinderat besprochen hat.

Ich bin ein grosser Befürworter eines neuen Oberstufenschulhauses und dem Erhalt der Kreisschule Lotten. Aufgrund des mangelhaften Baugesuches kann ich das Projekt zurzeit nicht unterstützen. Schade, dass der Gemeinderat eine Diskussion vermeidet. Da sich das Oberstufenschulhaus im Baugesuch doch in vielen Teilen zum Projektwettbewerb geändert hat, wäre eine Informationsveranstaltung bei einer der grössten Investitionen von Hunzenschwil sinnvoll gewesen.

Reto Sterki

Hunzenschwil