Seengen

FDP Seengen lehnt Kauf des „Bärens“ ab

megaphoneLeserbeitrag aus SeengenSeengen

Alle anderen Traktanden werden zur Genehmigung empfohlen.

Die sehr gut besuchte Versammlung der Seenger Freisinnigen empfiehlt nach lebhafter Diskussion, den Kauf der Liegenschaft „Bären" durch die Gemeinde abzulehnen. Der Gemeinderat beantragt der Stimmbürgerschaft den Erwerb dieser an zentraler Stelle in der Gemeinde gelegenen, rund 3000 m2 grossen Restaurant- und Metzgereiliegenschaft vor, ohne indessen einen Verwendungszweck vorschlagen zu können. Obwohl einige Versammlungsteilnehmer aus emotionalen Gründen den Erwerb dieses das Dorfbild prägenden Gebäudes begrüsst hätten, setzten sich letztlich doch die rationalen Erwägungen durch, die gegen diesen Kauf sprechen. So liegt der m2-Preis höher als derjenige, für den die Gemeinde an ähnlich zentraler Lage kürzlich ein Grundstück veräussert hat. Nachdem die Gemeinde ihre Raumbedürfnisse mit dem Bau des Gemeindehauses und des Polizeigebäudes befriedigt hat, ist kaum ein Verwendungszweck für den „Bären" erkennbar; der Betrieb einer zweiten Beiz durch die Gemeinde neben dem Burgturm wurde als nicht wünschbar erachtet. Zudem befürchtet die FDP durch nötige Sanierungsaufwendungen Folgekosten, die den blossen Erwerb um ein Mehrfaches übersteigen. Da die Liegenschaft in der überarbeiteten Bau- und Nutzungsplanung dem Substanzschutz unterstellt wird, muss auch beim Erwerb durch eine Drittperson keine negative Veränderung des Dorfbildes befürchtet werden. Der Vorschlag, an der Gemeindeversammlung einen Rückweisungsantrag einzubringen, der vor einem definitiven Beschluss weitere Abklärungen hinsichtlich möglicher Verwendungszwecke und Folgekosten verlangte, fand in der Versammlung ebenfalls keine Gnade.

Die übrigen Traktanden der kommenden Gemeindeversammlung wurden oppositionslos zur Genehmigung empfohlen, wobei hinsichtlich der Gemeinderatsbesoldungen nach 10 Jahren ein Anpassungsbedarf festgestellt wurde. Weil die Behörde Hemmungen hat, eine Erhöhung der eigenen Bezüge zu beantragen, soll nach Auffassung der FDP künftig die Finanzkommission den entsprechenden Antrag stellen, erstmals zuhanden einer nächsten Gemeindever-sammlung für die Amtsperiode 2010/13. (ufi)

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