Hausen (AG)

FDP Hausen - Orientierung über zukünftiges Alters- und Pflegeheim- Konzept

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Wohnen im Alter - Ein Thema, das alle etwas angeht.

Der FDP Hausen ist es gelungen, am 13. August 2009 zwei ausgewiesene Referenten, Dr. R. Klöti (Arzt und Grossrat) sowie Hr. M. Hüppi (Leiter Altersheim Eigenamt) zu engagieren. Dr. Klöti hat in seinem Referat die rechtliche und finanzielle und Hr. Hüppi die praktische Situation der bestehenden und künftigen Alters- und Pflegeknzeption beleuchtet.

Die Anwesenheit von Fr. Brigitte Schnyder, Gemeindeammann, unterstreicht die Wichtigkeit des Themas und zeigt, dass die Behörde die Problematik ernst nimmt.

Die Gemeinde Hausen hat bereits schon mehrere Leistungen zugunsten der älteren Generation erbracht. Zu erwähnen sind hier ein Beitrag von Fr. 70'650.- an das Alters- und Pflegeheim Brugg im Jahre 1974 sowie das Erstellen von 10 Alterswohnungen im Mitteldorf im Jahre 1994. Das jüngste „Kind" auf diesem Gebiet ist das Altersleitbild Windisch/Eigenamt, wo Hausen massgebend beteiligt ist und dessen Präsentation am 18. Aug. 2009 in Windisch erfolgt.

Im kürzlich erschienenen Pflegheimkonzept, welches am l. Jan. 2008 in Kraft getreten ist, findet man, dass im Jahr 2007 im Kanton 5832 Pflegeplätze vorhanden waren und dass im Jahre 2025 deren 8022 aufgrund der Statistik erforderlich sind.

Viel Gesprächsstoff lieferte die Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinde wie sie im oben erwähnten Konzept enthalten ist sowie die Finanzierung des Wohnens im Alter. Die Gemeinden sind zuständig für die Planung und Sicherstellung eines bedarfsgerechten und qualitativ guten Angebots der ambulanten und stationären Langzeitpflege, wobei sich die Aufgaben des Kantons beschränken auf: Festsetzung der Richtwerte, Erteilung der Betriebsbewilligung, Führen der Pflegeheimliste sowie Sicherung der Qualität.

Hr. Hüppi hat zu recht daraufhingewiesen, dass ein Altersheim eigentlich gar nicht mehr existiert, oder nur in einem kleinen Rahmen. Heute bleiben die älteren Leute möglichst lange zu Hause in ihren vier Wänden und lassen sich durch Spitex oder Angehörige betreuen. Das ist gut so und spart auch Geld für die verschiedensten Institutionen.

In mehreren Beiträgen wurde an das Verantwortungsbewusstsein der Leute appelliert. Es darf nicht sein, dass man über kein Erspartes verfügt, d.h. alles Geld „verprasst" und später vom Sozialdienst Geld für die Altersversorgung bezieht. Ein Staat funktioniert nur, wenn seine Einwohner verantwortungsbewusst gegenüber Staat, Gemeinde und Gesellschaft agieren.

(Bruno Muhl)

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