Vor Pfingsten trafen sich die FDP Frauen zum Politlunch in Rheinfelden und erhielten interessante Informationen direkt aus Aarau. Die Grossrätinnen Martina Sigg, Sabina Freiermuth und Jeanine Glarner zeigten auf, was beim Abstimmen der fünf eidgenössischen und der drei kantonalen Vorlagen beachtet und überdacht werden sollte.

Bei der eidgenössischen Initiative „pro Service public“ darf nicht nur der ansprechende Titel match-entscheidend sein. Damit Unternehmen wie die SBB, die Post oder die Swisscom wettbewerbsfähig bleiben und sich Neuerungen flexibel anpassen können, brauchen sie unternehmerische Freiheiten. Werden sie hingegen eingeschränkt und müssen unzählige Vorschriften erfüllen, werden Unternehmen starr und schwerfällig. Investitionen und Innovation geraten unter Druck.

Auf der kantonalen Ebene weckt die Neuregelung der familienergänzenden Kinderbetreuung auf den ersten Blick Sympathie. Beim genaueren Hinschauen stösst man auf regionale Unterschiede und verschiedene Kulturen. Die Aargauer Gemeinden sind unterschiedlich aufgestellt bezüglich Finanzkraft und Angeboten vor Ort. Zum Beispiel hat die Stadt Baden eine öffentliche Tagesschule, während sich kleine Gemeinden anders organisieren müssen, um überhaupt einen Mittagstisch und Kinderbetreuung anbieten zu können. Kantonale Vorschriften, die alle Gemeinden gleichschalten, erzielen nicht überall die gewünschte Wirkung.

Nach den Vorträgen und einer lebhaften Diskussion kamen die FDP Frauen zu folgenden Empfehlungen:

- Eidgenössisch: Pro Service public NEIN, für ein bedingungsloses Grundeinkommen NEIN, für die Milchkuh Initiative für eine faire Verkehrsführung NEIN.

Hingegen ein JA für die Änderung des Fortpflanzungsmedizin- Gesetzes, und ein JA für die Änderung des Asylgesetzes.

- Kantonal: Volksinitiative „Kinder und Eltern“ NEIN, Gesetz über die familienergänzende Kinderbetreuung NEIN, und Wegfall des Steueranteils bei Grundbuchabgaben JA.

Zum Abschluss des Treffens ernteten die Grossrätinnen viel Applaus, und die Präsidentin der Fricktaler FDP Frauen, Susanna Schlittler, verdankte den Einsatz mit einem kleinen Präsent.