4.Liga: FC Zeiningen – FC Eiken 2:3 (1:1)

Nach dem erfolgreichen Spitzenkampf gegen Pratteln am Dienstag stand bereits zwei Tage später eine weitere Bewährungsprobe für den FC Eiken auf dem Programm. In Bezug auf den kräftezehrenden Kampf und einer minimalen Erholungsphase durfte man gespannt sein, ob die Strapazen der Englischen Woche einen Bruch der Siegesserie zur Folge haben. Mit einer Doppelbelastung in den Beinen gestalten sich Spiele gegen starke Kontrahenten wie den FC Zeiningen besonders schwer, doch die Truppe um Trainer Theo Dorn mobilisierte für das Fricktaler Derby alle Kraftreserven, um in der wichtigen Auswärtspartie zu bestehen. Der FC Eiken startete konzentriert und wirkte in der Anfangsphase frischer als der ausgeruhte Gegner. Mit stilsicherem Kurzpassspiel gewannen die Gäste die nötige Sicherheit im Aufbau und sorgten mit ersten Angriffen für Torgefahr. Nach ungenutzen Chancen kippte das Kräfteverhältnis aufseiten der Gastgeber. Der FC Zeiningen fand immer besser ins Spiel, während der FC Eiken kontinuierlich abbaute und sich unnötige viele Eigenfehler leistete. Die logische Konsequenz der zunehmenden Nachlässigkeit war das 1:0 für den Gastgeber in der 25. Minute. Ein Querpass von der Strafraumgrenze ins Zentrum konnte im entscheidenden Moment nicht abgefangen werden und der freistehende Stürmer im Rücken der Verteidigung drückte das Leder aus kurzer Distanz mühelos über die Linie. Der FC Eiken seinerseits blieb in der Folge stets um Konstruktives bemüht, doch gelungene Aktionen blieben Mangelware. Kurz vor dem Pausenpfiff zeigte der Gast in einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt eine Reaktion. Camara Alhagi wurde steil über die rechte Aussenbahn lanciert und der Lauf des Flügelspielers konnte im Strafraum nur noch regelwidrig gebremst werden. Den Straffstoss verwandelte Captain Thomas Gasser souverän zum 1:1 (42.).

Mit dem Seitenwechsel präsentierte sich die Fortsetzung der Partie im Stil des ersten Durchgangs. Gute Ansätze waren in der Eiker Spielanlage zwar vorhanden, aber zwingend waren die Aktionen nur selten. Der Gegner seinerseits hielt den Druck aufs Tor aufrecht und suchte nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich konsequent den Führungstreffer. Eine der guten Gelegenheiten nutzte der FC Zeiningen in der 57. Minute zum 2:1. Trainer Theo Dorn reagierte umgehend auf den Rückstand und nahm eine taktische Änderung vor. Von der Umstellung auf ein 3-5-2-System erhoffte er sich neue Impulse im mangelhaften Spiel der Eiker. Tatsächlich zeigte die Ausrichtung mit einem massierten Zentrum und zwei echten Spitzen bald Wirkung. Die unnötigen Eigenfehler verschwanden zunehmend aus dem Passspiel des FC Eiken und der Ball lief besser durch die eigenen Reihen. Nach einer verpassten Grosschance war Joshua Häsler mit einem unhaltbaren Schuss ins Eck um den Ausgleich zum 2:2 (79.) besorgt. Plötzlich witterten die Gäste ihre Chance und spielten munter nach vorne, während die Hintermannschaft konzentriert den verstärkten Angriffsbemühungen der Zeininger standhielt. Der FC Eiken erzwang kurz vor Spielende das Glück des Tüchtigen und David Grunder versenkte eine Hereingabe von Tomas Masek zum 2:3 (86.). Der Sieg im wichtigen Auswärtsspiel war in Bezug auf den Spielverlauf lange nicht absehbar und der FC Eiken durfte die drei Punkte trotz mässiger Leistung auf seinem Konto verbuchen.

FC Eiken spielte mit: Martin Wüthrich, Lucas Zeugin, Joel Henrion, Fabian Wüthrich, Raffael Rohrer, Lars Weidmann, Daniel Soutullo, Tomas Masek, Sebastian Benzinger, Camara Alhagi, David Grunder, Gasser Thomas, Joshua Häsler, Adrian Küry