Fislisbach

Fasnacht im Reg. Alterszentrum Rohrdorferberg-Reusstal Fislisbach

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Aus ernsthaften Leuten wurden lustige Narren

Fasnacht alle Jahre wieder und alle Jahre neu. Das ganz besonders im Reg. Alterszentrum in Fislisbach. Doch was machen auch 70, 80, 90 jährige und Ältere am Fasnachtsball. Am Samstag, 13. Februar 2010 hat man dies erlebt. Ab 14.00 Uhr klangen schon die lüpfigen Melodien vom Fredy Wächter Duo im Speisesaal. Gemächlich trafen hier Wohnende im Rollstuhl, am Rolator, am
Stock und auch auf den eigenen schwachen alten Füssen und Gäste ein. Mit einem Hut in allen möglichen Variationen auf dem Kopf, ein paar Fasnachtsbändeli um den Hals und einer mehr oder weniger lustig beschrifteten und bebilderten Anhängeretikette verwandelten sich die ernsthaften Leute in lustige Narren. Vergessen war plötzlich die schreckliche Angst, unter dem Hut könnten die frisch vom Frisör gepflegten Haare durcheinander kommen.
Weder Gäste noch Bewohnende konnten der Fredy Wächter Duo anregender Musik widerstehen. Es wurde mitgesungen, gewipt, geschunkelt und sogar getanzt. Die Polonaise wuchs und wuchs in die Länge. Manche Schritte gelangen wieder, wenn auch nur, weil es sich am Vordermann -Frau so gut
stützen liess. Jener Rolator liess sich sogar als Rollstuhl verwenden. Die Fahrerin setzte einfach ihren Gast auf den Rolli, kurvte damit durch die Gegend. Hinter sich her zog das seltsame Gefährt eine immer länger werdende Polonaise.
Etwas nach 16.00 Uhr tauchten auf einmal im Garten mit ihren seltsamen grossen und kleinen Musikanten die Rohrdorfer Chessler Guggenmusik auf. Trotz der tiefen Kälte spielten sie in "schrägen - geraden" Tönen die aufregendste Guggenmusik. Waren etwa die vielen im Spiel eingebundenen Bewegungen und Reigen zum Aufwärmen bestimmt? All das Geschehen konnten die Zuhörer sehr bequem vom Wintergarten aus geniessen.
Ein ganz besondere Genuss bedeutete natürlich der angebotene feine Trunk und die besten Fasnachtschüechli.
All dies gelang nur weil die Mitarbeitenden nebst der Betreuung der Patienten in den Zimmern immer wieder Zeit für uns im Essaal und Cafeteria fanden. Ganz bescheiden und unbeachtet zogen im Hintergrund die tüchtigen Organisatoren, Frau E. Burger Leitung Wohnen und die beiden Mitarbeiterinnen-Sozialkultur M. Zimmermann mit A. Schraner immer die richtigen Fäden. (wo)

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