KLEINDÖTTINGEN (sk) – 17 Turnerinnen der Frauenriege Eien-Kleindöttingen sind aufgrund ihres 50-Jahr-Jubiläums für 3 Tage nach Amsterdam geflogen und haben so eine besondere Vereinsreise erlebt.

Zu sehr ungewohnter Zeit mussten die Turnerinnen aus den Federn, denn Bettina, Trix und Silvia als Reiseverantwortliche bestellten ihre Kolleginnen auf 4.30 Uhr zum Aarhofparkplatz. Es regnete und war stockdunkel. Als Willkommen verteilte Trix aus dem Auto-Kofferraum Cuplis und Bettina Laugen-Butterbrezeln. Nach ca. 10 Minuten stiegen sie in die vier bereitstehenden Privatautos und fuhren nach Kloten. Nach dem Kontrollprozedere am Flughafen und einem Wachmacher-Kaffee brachte der Flughafenbus sie zur bereitstehenden Boeing 737-700 der KLM. Über den Wolken strahlte dann die Sonne in die Kabinenfenster und die Flight-Attendant servierten einen Kaffee, Wasser oder Saft und ein Sandwich. Nach nicht einmal 1 ½ Stunden Flug landete die Maschine beim Schiphol Airport Amsterdam. Verteilt in drei Hotel-Shuttle-Bus gelangten sie rasant zum Park Hotel.

Zu Fuss durch die Stadt, aber: Vorsicht Velos!

Die Shuttle-Busse hielten direkt beim Hoteleingang, aber hoppla – da gerieten die ersten Frauenriege-Ladies schon beinahe unter «Velo-Rädli» weil der Radweg auch vor dem Eingang des Park Hotels entlangführt. Da die reservierten Zimmer erst am Nachmittag bezugsbereit waren, schickten die Reiseleiterinnen ihre Kolleginnen mit Flipmap und ersten Tourtisteninfos ausgerüstet auf Erkundungstour rund ums Hotel: Der Vondelpark, das Van Gogh Museum, das Reichsmuseum mit dem schönen Garten, das Hard Rock Cafe und das Heineken-Museum sind unmittelbar nebenan. Bettina, Trix und Silvia setzten sich ab, weil sie am anderen Ende der Altstadt Tickets für die nächsten Tage abholen mussten und irgendwo noch Plätze für das Nachtessen reservieren wollten.

Erstes Holland-Souvenier von Jeannette und Daniela

Um 16 Uhr trudelten alle wieder beim Hotel ein. Die Zimmer wurden bezogen, die Beine hochgelagert oder ein kleines Nickerchen gemacht – waren alle doch schon 12 Stunden oder mehr auf den Beinen. Kurz vor sieben startete die ganze Gruppe gemeinsam zu Fuss zur nahe gelegenen «Fressmeile» beim Leidseplein und genossen im Ristorante «Sette Bello» die Italienische Küche. Als Überraschung verteilten Jeannette und Daniela jeder Kollegin einen kleinen –Reise-Souvenir-Anhänger: Holländische «Holzzoggeli» mit Delft Blue-Malerei, welche sie kurz zuvor erstanden hatten. Einige liessen den Abend noch in einer Bar ausklingen, aber um gross das Nachtleben zu geniessen, waren alle zu müde.

Hop-On-Hop-Off mit Bus und Canal-Bus

Die Reiseleiterinnen hatten am Vortag Tickets abgeholt und verteilt, damit alle Turnerinnen am Sonntag und Montag die Umgebung erkunden konnten. Entweder mit dem Touristenbus auf vier Rädern oder den Grachtenbussen auf dem Wasser. So kommt man nahe an alle Sehenswürdigkeiten der Stadt und erhält gleichzeitig die wichtigsten Informationen dazu. Nach dem Morgenessen am Sonntag schlüpften alle ins Vereins-T-Shirt für den Fototermin. In 2-3 Gruppen wurde danach diese charmante, grüne Stadt erkundet. Die Museen konnten den Turnerinnen keine Tickets verkaufen, denn bei Sonnenschein und warmen Temperaturen genossen sie die Tage lieber im Freien: Zum Beispiel in den Canal-Bussen auf den Grachten, in Strassenkaffees oder im Hafengebiet auf dem Dach des Nemo, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt hat.

Schleiferei bringt Diamanten zum Funkeln

Diamanten haben magische Anziehungskräfte auf Frauen! Da verwundert es nicht, dass viele der Turnerinnen bei der Gassan-Diamant-Schleiferei hereinspazierten, um hautnah mitzuerleben, wie diese Kostbarkeiten geschliffen werden. Als der Mitarbeiter einen klitzekleinen Diamanten aus einem Tütchen holte und mit der Pinzette herumzeigte, leuchteten alle Augen, aber als er den Preis nannte, dachten wohl alle nur uiuiuiui … viel zu teuer für mein Portemonnaie und Bankkonto. Je nach Farbe und Schliff hat so ein einzelnes Steinchen einen Wert von 2‘000 bis 30‘000 Franken! Es wurden verschiedene funkelnde Ringe probeweise an die Finger gesteckt, obwohl es nur Imitate sein konnten, denn die Touristen waren nicht in einem Hochsicherzeitstrakt eingeschlossen. Anstatt Diamantkettchen, Diamantfingerringe oder Diamantohrringe kaufte sich Inge eine «billige», schicke, violette Uhr ohne Diamanten und fast alle anderen Frauen eine oder mehrere Kleinigkeiten im Souveniershop nebenan. Grössere Delft-Porzellan-Gegenstände waren dort auch mit stolzen Preisen beschriftet und hätten im Handgepäck sowieso keinen Platz gefunden.

Souvenier-Renner: Tulpenzwiebeln und Fahrradklingeln

Velos soweit das Auge reicht! Die an den verschiedensten Orten angeketteten, den Schweizerinnen völlig unbekannten Modelle wurden beäugt, machten aber keine Schwierigkeiten. Anders war es mit den rollenden Vehikeln. Die total aufrecht sitzenden Velofahrer sausten laut klingelnd im Karacho über die roten Radstreifen und wurden noch nicht einmal wie die Autofahrer durch Rotlichter gestoppt. Beim Überqueren von Strassen war da absolute Vorsicht geboten und wenn sie aus einem Bus oder Tram stiegen, mussten sie sofort die Bäuche und Hintern einziehen, um nicht angefahren zu werden. Es kann sein, dass nun auch in der Kleindöttinger Gegend Radfahrer mit lautem Geklingel unterwegs sind, aber hoffentlich ein wenig rücksichtsvoller, denn ein paar Turnerinnen kauften sich solche grossen Fahrradglocken. Beim berühmten, schwimmenden Blumenmarkt hatten die Frauen die Qual der Wahl. Bei so vielen verschiedenen Tulpensorten und anderen Blumen keine leichte Entscheidung. Aber ins Handgepäck passten nun mal nicht dutzende grosse Säckchen mit hunderten von Zwiebeln. Und keine wusste, wie viel sie in die Schweiz einführen dürften. Aber Tulpen aus Amsterdam mussten mit und werden im nächsten Frühling manche Gärten oder Balkone der Frauenriege-Ladies verschönern.

Heimreise zu später Stunde

Am Montagabend gegen 18.30 Uhr holten Shuttle-Busse die Frauenriege-Ladies beim Hotel wieder ab und fuhren sie zum Flughafen. Bettina und Trix besorgten das Check-in. Die Frauenriege-Frauen sehen doch wirklich vertrauenswürdig aus?! Trotzdem piepste es bei einigen bei der Flughafen-Kontrolle und sie mussten sich abtasten oder scannen lassen und bei einzelnen wurde sogar das Handgepäck geöffnet und durchwühlt. Beim Boarding wurde Rosl sogar noch das Handgepäck abgenommen. Es hätte schon zu viel Handgepäck im Flieger und ihr Köfferchen müsse nun (schon gratis) unten rein, hiess es. Kurz nach 21 Uhr hob die KLM-Maschine ab und landete 1 Stunde und 10 Minuten später wieder in Zürich. Mit den PWs, die im Parkhaus standen, wurden alle wieder nach Hause chauffiert. Alle 17 Frauen sind der Meinung: Amsterdam ist eine Reise wert!