Der Anlass in Windisch war ein voller Erfolg. Der leitende Jurist der Sektion Massnahmen im Aargau fesselte während zwei Stunden die Anwesenden. Er konnte viel Vertrauen wieder herstellen, das durch Medienberichte über Führerausweisentzüge im Aargau verloren gegangen war. In seiner Funktion muss Martin Bruder täglich schwierige Entscheide treffen zwischen Verkehrssicherheit und Bürgerfreiheit. Man bekam den Eindruck, in Schafisheim arbeiten Menschen und nicht seelenlose Roboter, welche Autofahrer piesacken wollen. Der Referent beantwortete sachlich und souverän Fragen, auch von Betroffenen, die sich ungerecht behandelt fühlten. Er erläuterte „via sicura“, Grundlagen des Rechts, Ärzteweiterbildung in Verkehrsmedizin und wies auch darauf hin, wie Autofahrer sich wehren oder informieren können. Auf der Leinwand konnte man Mailadresse und Telefonnummer des obersten Chefs „Massnahmen“ sehen und kopieren – eine sympathische Geste, die zeigt, dass er sich nicht hinter Amt und Würde versteckt.

Fahrtauglichkeit ist nicht eine Frage des Alters, sondern der mentalen und physischen Fitness. Muss man beim Arzt die berüchtigte „Uhr zeichnen“, ist dies nicht Schikane, sondern ein bewährter Test zur Alzheimer-Diagnose. Dass einige Staatsanwälte konsequent Autos laut Gesetz als „Raser-Tatwaffe“ einziehen, fand grosse Zustimmung.

Eine Nebenbemerkung. dass ein abgeschlossenes Jus-Studium nicht ausreicht um zu wissen, welcher Kindersitz für welches Lebensalter vorgeschrieben ist, war Wasser auf die SVP-Mühle. Die SVP stemmt sich bekanntlich vehement auf allen Ebenen gegen den Überregulierungswahnsinn unserer Bürokratie, die angeblich in der Schweiz jährlich 5000 Seiten neue Gesetze und Verordnungen produziert.

svp-windisch.ch

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