Ein grauer Himmel begleitete die 19 Teilnehmer an der Exkursion in das Neeracherried. Die Stimmung war trotzdem locker und heiter, bei der Anreise mit dem Zug und Bus. Im Naturschutzzentrum wurden wir von einer jungen Biologin herzlich empfangen, die uns während den nächsten 2 Stunden viel zu erzählen wusste, über das Naturschutzgebiet und seine Bewohner. Nach einer kurzen, geschichtlichen Einführung über die Entstehung des Zentrums, erzählte sie uns an Hand von Vogel- Präparaten viel Interessantes über die Vogelwelt in dem einzigartigen Flachmoor. Anschliessend verschoben wir uns zu den zwei „Hides" die im Schilfgebiet stehen. Mit unseren Ferngläsern konnten wir eine ganze Kolonie von Lachmöwen beim Brüten beobachten. Etliche Jungtiere waren bereits geschlüpft und am grauen Federkleid gut zu erkennen. Weiter konnten wir mehrere Graureiher, Kiebitze, Stockenten, Blässrallen und einen Storch beobachten. Im Sumpf daneben weideten friedlich schottische Hochlandrinder, die das hohe Gras und sogar Schilf fressen und so das Land auf schonende Art „bewirtschaften". Etliche andere Vögel konnten wir in der weiteren Umgebung beobachten. Auf dem Rundgang durchs Ried machten wir Halt bei einem Froschteich der gut besetzt war. Die Biologin erläuterte bei einem Wildbienen-Hotel, wie wichtig das Überleben der ca. 500 Wildbienenarten für unsere gesamte Pflanzenwelt ist. Hier kann jeder von uns in seinem Garten oder auf dem Balkon einen kleinen Beitrag leisten, indem solche Nisthilfen montiert werden.
Nach der spannenden Führung durchs Ried und der Verabschiedung durch unseren „Guide", marschierten wir bei einsetzendem Regen ins Dorf Neerach. Immerhin hatten wir noch Zeit für einen kurzen Kaffeehalt, bevor wir mit dem Bus wieder die Heimkehr antraten.(fhu)