Ewigkeitssonntag in der Kirche Seengen

Mit dem Sonntag vor dem 1. Advent, dem Ewigkeitssonntag geht das Kirchenjahr zu Ende. Eine Gelegenheit, nochmals der im vergangenen Jahr Verstorbenen zu gedenken. Eingebettet in die 7 Strophen des Liedes „Wer nur den lieben Gott lässt walten" wurden die Namen genannt und für jeden Verstorbenen eine Kerze angezündet.

Anschliessend erklang der Choral „Wohl mir dass ich Jesum habe" von J.S. Bach. Die Worte schweben fast über der wunderbar getragenen, immer weiter strebenden Melodie, gespielt von der Orgel. Pfarrer David Lentzsch nimmt den Choral auch zum Thema seiner Predigt. Die sanft gleitende Melodie zusammen mit den Worten „Wohl mir dass ich Jesum habe, oh wie feste halt ich ihn" versetze einen in einen Zustand des Geborgenseins, des Wohlbefindens. Das haben wir alle nötig vor allem aber die Angehörigen, die nach dem Verlust eines geliebten Mitmenschen Traurigkeit und Einsamkeit verspüren.

Nach der Predigt sang der Kirchenchor eine Motette von Heinrich Schütz: „Aller Augen warten auf Dich Herre" mit anschliessendem „Unser Vater".

Nach Fürbitte und Segen bildete ein Stück von César Franck den eindrücklichen Schluss dieses Gottesdienstes. „Deine Hand, starker Gott, führt mich so wunderbar", mit diesen Worten begannen die Bass-Stimmen des Chores, Tenor und Alt stimmten mit ein und zuletzt auch die hellen Klänge des Soprans. „Mich schreckt kein Tod, denn ich darf leben und Deine Wunder preisen alle Zeit" heisst es im Mittelteil und klingt dann aus in einem Halleluja.

Nach dem Gottesdienst waren alle Anwesenden eingeladen zum Kirchenkaffee im Kirchgemeindehaus.

Das nächste Mal wird der Kirchenchor an Heiligabend, 24. Dezember im Gottesdienst um 22 Uhr zu hören sein, u.a.  mit Auszügen aus dem „Weihnachtsoratorium" von Heinrich Fidelis Müller (19.Jh.).

eb

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